25. November 2013

Seniorensitz im Eigenheim

13_11_18_Llbsinfodienst Ausbau und Fassade - Seniorensitz im Eigenheim
Wie die Deutschen im Alter am liebsten wohnen wollen. (Grafik: obs/LBS Infodienst Bauen und Finanzieren/Quelle: Ipsos, Das Haus, LBS2013)

So lange es geht selbstständig im Eigenheim wohnen - das wünschen sich die meisten Menschen. Rund 80 Prozent planen, im Alter in ihren eigenen vier Wänden zu bleiben.

Zu Hause ist es am schönsten. Wer sich den Traum vom Wohneigentum einmal erfüllt hat, kann sich ein Leben zur Miete in der Regel nicht mehr vorstellen - erst recht nicht im Alter. Laut einer repräsentativen Umfrage des Marktforschungsunternehmens Ipsos im Auftrag des Magazins "Das Haus" wünschen sich die meisten Menschen, so lange wie möglich in ihrem gewohnten Zuhause zu leben. Doch allein für den Weg zu ihrem Wohnhaus müssen aktuell rund drei Viertel aller Seniorenhaushalte Treppenstufen überwinden - für etwa die Hälfte führt der Weg zur Wohnung zusätzlich über Stufen.

Eine barrierefreie Gestaltung erhöht den Wohnkomfort und die Lebensqualität deutlich. Dafür müssen Schwellen entfernt, Durchgänge verbreitert und der Zugang zu oberen Räumen möglicherweise erleichtert werden, zum Beispiel durch einen Treppenlift. Viele dieser Maßnahmen sind nicht nur mit Blick auf das Alter, sondern auch für Familien sinnvoll und werden in heutigen Neubauten von vornherein berücksichtigt. So gehören Aufzüge in Mehrfamilienhäusern zum Standard, schwellenfreie Übergänge auf Balkon oder Terrasse sind modern, breite Durchgänge auch für den Kinderwagen praktisch und eine bodengleiche Dusche gilt als schick.

Um eine "normale" Wohnung schwellenfrei zu gestalten, fallen im Schnitt rund 20.000 Euro an. Viele Menschen sind bereit, dafür rechtzeitig Rücklagen zu bilden: Laut einer Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) sparen Hausbesitzer, die ihre Immobilie für den Ruhestand fit machen wollen, im Schnitt 330 Euro im Monat. "Besonders beliebt zum Vorsparen ist der Bausparvertrag", sagt Sabine Schmitt von der LBS. Laut GfK wählen 29 Prozent der Hausbesitzer diese Sparform, um in Zukunft Modernisierungsmaßnahmen durchzuführen. Wer ein Bauspardarlehen für seine Renovierung einsetzt, profitiert davon, dass die Zinsen unabhängig von der Höhe des Darlehens einheitlich sind. "Das macht Bausparen für Modernisierer mit kleinem bis mittlerem Finanzierungsbedarf besonders interessant, da Banken für kleinere Kredite vergleichsweise hohe Zinssätze verlangen", so Sabine Schmitt.