23. Dezember 2013

Studie: Energetisch sanieren bei unterschiedlichen Budgets - Gebäudetypen und Baualtersklassen

 

Gebäudetypen und Baualtersklassen

Das IWU unterscheidet in der Studie drei Gebäudetypen: das freistehende Einfamilienhaus, das Reihenmittelhaus und das Reihenendhaus bzw. die Doppelhaushälfte. Für diese Gebäudetypen wurden wiederum drei Baualtersklassen ausgewählt, die sich unter anderem an Veränderungen von Bauvorschriften festmachen: die Baualtersklasse 1958 bis 1968, die von 1969 bis 1978 und die von 1979 bis 1983. Aufgrund des großen Anteils von Einfamilienhäusern an der Wohnfläche im Bestand (52 Prozent) wurde ein weiteres freistehendes Einfamilienhaus in der Baualtersklasse 1969 bis 1978 betrachtet.

 

1958-1968

1969-1978

1979-1983

EFH

EFH68

(103 m² Wfl.)

EFH78a/EFH78b

(109 m²/130 m² Wfl.)

EFH83

(196 m² Wfl.)

RMH

RMH68

(97 m² Wfl.)

RMH78

(96 m² Wfl.)

-

 

REH/DHH

REH68

(107 m² Wfl.)

REH78

(168 m² Wfl.)

DHH83

(149 m² Wfl.)

Ausgangspunkt der Berechnungen war nicht der ursprüngliche Zustand, in dem die Häuser errichtet wurden, sondern der Zustand, in dem sie heute meist vorgefunden werden. Bezüglich der Anlagentechnik wird etwa davon ausgegangen, dass die Gebäude mit einem Niedertemperaturkessel Baujahr 1987 bis 1994 zentral beheizt werden.

Untersuchte Maßnahmen

Bei den untersuchten Maßnahmen handelt es sich um Wärmeschutzmaßnahmen an den Bauteilen Dach bzw. oberste Geschossdecke, Außenwand, Kellerdecke und Fenster. Bei den Maßnahmen an der Anlagentechnik betrachtet das IWU einen Austausch des bestehenden Niedertemperaturkessels durch einen neuen Brennwertkessel in Kombination mit der Installation einer solarthermischen Anlage zur Unterstützung der Warmwasserbereitung. Hinzu kommt der Einbau einer Abluftanlage bzw. einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Neben den genannten Einzelmaßnahmen betrachtet das IWU auch Maßnahmenpakete.