10. Januar 2014

KfW-Förderprogramme: Handwerker dürfen wieder beraten und umsetzen

Ab sofort dürfen Energieberater aus dem Handwerk, die auf der Energieeffizienz-Expertenliste des Bundes geführt werden, wieder Projekte umsetzen, in denen sie als Sachverständige beratend tätig waren. Wie die KfW mitteilte, will sie ab sofort bei Einzelmaßnahmen die Nichteinhaltung des Unabhängigkeitskriteriums nicht weiter verfolgen, sondern von einer ordnungsgemäßen Planung und Durchführung des Sanierungsvorhabens ausgehen. Beraten und umsetzen dürfen allerdings künftig nur Sachverständige, die auf der Energieeffizienz-Expertenliste des Bundes geführt werden.

Eine gute Nachricht für das Handwerk: In den KfW-Förderprogrammen "Energieeffizient Sanieren und Bauen" entfällt der Zankapfel der vorhabensbezogenen Unabhängigkeit. Der Baden-Württembergische Handwerkstag (BWHT) wertete dies als Erfolg. „Jetzt muss aber auch das Land nachziehen“, forderte Landeshandwerkspräsident Joachim Möhrle.

Die L-Bank Baden-Württemberg, die mit ihren Programmen an die KfW-Richtlinien andockt, solle baldmöglichst ebenfalls auf das Unabhängigkeitskriterium verzichten, sagte Möhrle.