04. Februar 2014

Studie: Trend zu Objekten mit niedrigem Energieverbrauch

Immobilie ja, Schrottimmobilie nein: Trotz niedriger Finanzierungszinsen achten Immobilienkäufer auf Qualität und Ausstattung. Die Werthaltigkeit des Eigenheims spielt laut einer Untersuchung von Interhyp für 82 Prozent eine sehr wichtige Rolle. Gleichzeitig werden die Häuslebauer immer kostenbewusster und anspruchsvoller.

"Immer mehr Kunden möchten die niedrigen Baufinanzierungszinsen dafür nutzen, das Eigenheim aufzuwerten - zum Beispiel mit der eigenen Sauna oder einem Whirlpool", sagt Michiel Goris, Vorstandsvorsitzender der Interhyp AG, Deutschlands größtem Vermittler privater Baufinanzierungen. In deren Auftrag wurden Architekten zu ihren Erfahrungswerten befragt. Ihren Angaben zufolge überschätzen sich jedoch 82 Prozent der Kunden finanziell.

Der Baugeldvermittler Interhyp hat im Rahmen der Wohntraumstudie auch Architekten über die Bauwünsche ihrer Kunden befragt. In der gaben 42 Prozent der Architekten an, dass der Trend zu Objekten mit einem niedrigen Energieverbrauch geht. 38 Prozent der Architekten stimmen daneben voll und ganz zu, dass die Ansprüche der Kunden immer höher werden. Gleichzeitig erklären 34 Prozent, dass ihre Kunden immer kostenbewusster agieren. Jeder dritte Architekt (32 Prozent) ist sich sicher, dass Kunden dabei durch Eigenleistung sparen wollen.

Laut der befragten Architekten scheitert dann die Umsetzung individueller Ideen zu 76 Prozent an den Kosten bzw. zu 78 Prozent an den fehlenden Finanzierungsmöglichkeiten. 82 Prozent der Kunden überschätzten sich finanziell. "Die Baukosten sind bereits durch eine höhere Grunderwerbsteuer und höhere Notarkosten gestiegen. Durch die EnEV 2014-Verordnung, die ab Mai härtere Effizienzstandards vorschreiben wird, werden sie abermals steigen. Doch gerade eine moderne Energieeffizienz hilft auf Dauer auch, Kosten einzusparen. Wer die Ausgaben für das Eigenheim knapper kalkulieren muss, sollte lieber auf modisch-luxuriöse Ausstattungsmerkmale wie Sauna oder Whirlpool verzichten", rät Experte Michiel Goris.

Hintergrund: Im April 2013 hat das IMWF Institut für Management und Wirtschaftsforschung im Auftrag von Interhyp in einer bevölkerungs-repräsentativen Untersuchung 1.769 Bundesbürger und 50 Architekten befragt.