28. Februar 2014

Wohngesundheit gewinnt weiter an Bedeutung

14-02-28_Heinze2_400 Ausbau und Fassade - Wohngesundheit gewinnt weiter an Bedeutung
Grafik: Heinze Marktforschung

Wie interessiert sind private Bauherren und Modernisierer oder Architekten und Planer an dem Thema Wohngesundheit? Zwei neue Studien der Heinze Marktforschung geben darauf Antworten. Danach achten über 90 Prozent der Befragten bei ihren Bauvorhaben auf gesundheitliche Aspekte achten und immerhin zwei Drittel erkundigen sich noch während der Umsetzungsphase nach der Unbedenklichkeit von Baustoffen.

Bei der Entscheidungsfindung spielen auch Zertifikate und Umweltlabels eine große Rolle. Dies ist insofern interessant, als diese aufseiten der 268 befragten Architekten und Planer nur teilweise wirklich bekannt sind, wenn auch mit steigender Tendenz. Nur ein Bruchteil (4 Prozent) behauptet von sich, beispielsweise übers Expertenwissen über das Gebäudezertifikat DGNB zu haben – und dies ist noch das bekannteste unter den Zertifikaten. Was auch daran liegen mag, dass insbesondere bei internationalen Zertifizierungssystemen, etwa dem LEED, gelegentlich eine nicht ausreichende Kompatibilität mit deutschen Bauvorschriften angenommen wird – was den unmittelbaren Nutzen für den deutschen Baubereich natürlich mindert.

Zwar werden den Zertifizierungssystemen in der Befragung insgesamt positive Ansätze und Ideen attestiert, doch scheint für eine wirklich umfassende Beratung die Informationsbasis noch zu klein zu sein. Dabei wird die Beratung durchaus gewünscht: Mehr als die Hälfte aller Bauherren und Modernisierer achtet beispielsweise bei der Auswahl von Baustoffen und Materialien auf Umweltlabels wie Der Blaue Engel oder natureplus. Aus diesem Befund kann sich ein enormes Geschäftspotenzial ergeben, denn wer sich auskennt, dürfte seine Marktposition rasch verbessern können: In nahezu allen Produktbereichen sind die Endkunden bereit, mehr Geld auszugeben, sofern ein wohngesundheitlicher Nutzen erkannt wird.

Die Studien der Heinze Marktforschung beinhalten umfangreiche Einblicke in den Umgang mit Wohnraumgiften und anderen Belastungen, die Ursachenforschung bei Schimmelbefall, das Verhalten von Bauherren bei potenziellen Rechtsstreitigkeiten, Expertenkonsultationen, die Bekanntheit von Gütesiegeln bei Architekten, kurz: Wer in der Baubranche auf Entscheidungen von Architekten und Bauherren angewiesen ist, wird in diesen Studien hilfreiche Hinweise finden – bis hin zu Einzelmeinungen mit hoher Aussagekraft.

Bezugsquelle: Heinze Marktforschung http://www.baudatenonline.de/aktuellestatistiken
Preis: 900 Euro je Studie, 1400 Euro Paketpreis für beide Studien (netto zzgl. MwSt.)