20. Mai 2014

Ausländische Bildungsexperten besuchen ÜbA Rutesheim

14-05-20_Komzet Ausbau und Fassade - Ausländische Bildungsexperten besuchen ÜbA Rutesheim
Eine Delegation ausländischer Bildungsexperten hat sich in Rutesheim über die duale Ausbildung informiert. (Foto: BIBB)

Ende März besuchte eine vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) aus Bonn betreute Gruppe ausländischer Bildungsexperten den Fachverband der Stuckateure für Ausbau und Fassade (SAF) und die überbetriebliche Ausbildungsstätte (ÜbA) in Rutesheim, um sich über die duale Berufsausbildung im Handwerk zu informieren.

Bei den Besuchern handelte es sich um 18 Experten und Politiker aus Lettland, Slowakei, Italien, Griechenland, Spanien, Portugal und Russland die sich am Rande der Bildungsmesse Didacta über die Berufsbildung informieren und austauschen wollten. Insbesondere das Erfolgsmodell der dualen Ausbildung und deren Umsetzung in Deutschland sowie die dabei auftretenden Herausforderungen standen im Fokus des Studienbesuchs.

Wolfram Kümmel, Hauptgeschäftsführer des SAF und Jürgen Kunkel vom Kompetenzzentrum für Ausbau und Fassade (Komzet) sahen sich vor die Herausforderung gestellt, die Betreuung der Besuchergruppe in englischer Sprache durchzuführen.  Beim Rundgang durch die ÜbA und in ihren Vorträgen referierten sie  über die duale Ausbildung in Deutschland. Dabei gingen sie auch auf das Zeitmanagement in der Verzahnung der betrieblichen, schulischen und überbetrieblichen Ausbildung sowie die unterschiedliche Finanzierungformen ein. Sehr großes Interesse fanden ihre Ausführungen zur Meisterpflicht im Handwerk: Die Meisterpflicht sei sowohl im Sinne der dualen Ausbildung als auch im Verbraucherschutz zwingend auch zukünftig als Zugangsvoraussetzung im Stuckateur-Handwerk erforderlich. Ohne die entsprechenden Strukturen in den Betrieben zu schaffen, sei ein allseits erwünschter Export des dualen Ausbildungssystems im Handwerk kaum möglich.