20. Mai 2014

Ausbildungsleitbild: Erste Urkunden übergeben

14-05-18_Ausbildungsleitbild-Jahn-20140423-mid Ausbau und Fassade - Ausbildungsleitbild: Erste Urkunden übergeben
Freudige Überraschung beim Ehepaar Jahn aus Wendlingen: Komzet-Mitarbeiter Stephan Bacher überreicht das Zertifikat zum Ausbildungsleitbild. (Foto: privat)

Das Kompetenzzentrum für Ausbau und Fassade (Komzet) Rutesheim hat in seinem vor kurzem veröffentlichten Ausbildungsleitfaden für das Stuckateur-Handwerk auf die Möglichkeiten, die sich aus der Verwendung eines Ausbildungsleitbildes ergeben, hingewiesen. Das Zertifikat wird bundesweit an Ausbildungsbetriebe verliehen, die sich zu bestimmten Mindestanforderungen verpflichten.

Nun wurden die Urkunden über ein Ausbildungsleitbild an die ersten neun Fachbetriebe verliehen. Mit dem Zertifikat dürfen ab sofort Martin Jahn, Wendlingen, Oskar Ernst GmbH, Esslingen, Soyez GmbH, Ilsfeld, Benz GmbH, Laichingen, Haussmann GmbH & Co.KG, Weingarten, Konstanzer GmbH, Baienfurt, Sauer GmbH, Epfenbach, Striebel GmbH, Laupheim, und Mayer GmbH aus Bad Schönborn um potenzielle Lehrlinge werben.

Das Zertifikat eignet sich hervorragend zur Gewinnung von Berufsnachwuchs und signalisiert potenziellen Bewerbern, dass in diesen Betrieben ein erhöhtes Augenmerk auf die Ausbildung gelegt wird. Zusätzlich werden die so ausgezeichneten Stuckateur-Fachbetriebe auf dem Informationsportal stuck-azubi.de des Komzet mit einer direkten Verlinkung auf ihre Firmenhomepage eingetragen.

„Das Ausbildungsleitbild wurde ins Leben gerufen, damit qualifizierte Innungsbetriebe auch nach außen signalisieren können, dass bei Ihnen die Ausbildung eine wichtige Rolle spielt“ erläutert Dr. Roland Falk, Leiter des Komzet die Bedeutung des Leitbildes. „Der Beruf Stuckateur/in ist ein besonders vielseitiger Beruf, der Tradition und Moderne mit hohen Ansprüchen verbindet.  Es ist uns daher sehr wichtig, das Wissen und Können dieses schönen und anspruchsvollen Berufes mit seinen zahlreichen Herausforderungen rund um Energiewende und schönes, gesundes sowie barrierefreies Wohnen an nachfolgende Generationen weitergeben zu können“, so der Bildungsexperte weiter.

Fachbetriebe der Stuckateur-Innungen können das Zertifikat kostenfrei beantragen, wenn sie folgende Voraussetzungen erfüllen:

  1. Es gibt mindestens einen Azubi-Trainer als feste Ansprechperson im Betrieb. Dieser Azubi-Trainer ist auch Kontaktperson zwischen Azubi, Ausbildungsbetrieb, Berufsschule und Überbetrieblicher Ausbildungsstätte (ÜbA).
  2. Es wird die tarifliche Ausbildungsvergütung bezahlt.
  3. Der Betrieb stellt eine persönliche Schutzausrüstung zur Verfügung.
  4. Azubi, Chef und Azubi-Trainer tauschen sich regelmäßig aus. Mindestens  zweimal jährlich wird der Ausbildungsplan/Lernerfolg überprüft und abgeglichen
  5. Das Team im Betrieb integriert die Auszubildenden und bietet gemeinsame Aktivitäten an.
  6. Die Auszubildenden erhalten eigene Verantwortungsbereiche im Bereich Werkstatt, Betriebshof oder auf Baustellen, die eigenständig betreut werden.
  7. Die Auszubildenden sollen an mindestens einem Zusatzqualifizierungs-Lehrgang (ZQS) teilnehmen. Derzeit werden dazu von der ÜbA die ZQS-Themen „Farbe und Gestaltung“, „Dachgeschoss-Ausbau“, „Wärmeschutz“ und „Klimadecken“ angeboten. Das in den ZQS-Lehrgängen erworbene Wissen sollen die Azubis im Betrieb dem Team vermitteln.
  8. Die betrieblichen Ausbilder und die Azubi-Trainer nehmen jährlich an Weiterbildungsmaßnahmen des Fachverbandes der Stuckateure teil.

Am Ausbildungsleitbild interessierte Ausbildungsbetriebe können sich unter www.stuck-komzet.de direkt an das Kompetenzzentrum für Ausbau und Fassade wenden.