02. Juni 2014

Hausbesitzer geben klares Votum fürs Dämmen ab

Das gemeinnützige Energieportal co2online hat im Auftrag des Fachverbandes Wärmedämm-Verbundsysteme (FV WDVS) rund 5000 Besitzer von Ein- und Zweifamilienhäusern zu ihren Dämmmaßnahmen befragt. Im Rahmen der Jahrestagung des Verbandes in Leipzig wurden nun die Details vorgestellt. Wichtigstes Ergebnis: Dämmen lohnt sich – und das mehrfach.

551 Teilnehmer aus ganz Deutschland haben sämtliche Online-Fragen beantwortet, was einer Rücklaufquote von 11 Prozent entspricht. „Damit besitzen die Angaben schon eine klare Aussagekraft“, erläutert Lothar Bombös, Vorstandsvorsitzender des FV WDVS. 91 Prozent der Befragten haben in den letzten Jahren bereits Dämmmaßnahmen am Haus durchgeführt oder planen dies innerhalb der nächsten 24 Monate. Die Dämmung der Fassade und des Daches wurden mit jeweils etwa 60 Prozent am häufigsten angegeben. Bei den sonstigen Maßnahmen an der Gebäudehülle ging es meistens um den Fenstertausch.

Wohnkomfort und Behaglichkeit sehr wichtige Ziele

Fast 80 Prozent nannten erwartungsgemäß die Senkung des Energieverbrauchs bzw. der Heizkosten als Hauptmotiv für die Sanierung. Mit den folgenden Ergebnissen erhält die Aussage „Dämmen lohnt sich“ aber noch eine zusätzliche wichtige Dimension, die in vielen rein auf Wirtschaftlichkeit zielenden Beiträgen gar nicht erwähnt wird: Die Steigerung des Wohnkomforts und ein behaglicheres Wohnklima zu schaffen folgen bereits auf Platz 2 der Motive zur energetischen Sanierung (62%). Und als drittwichtigster Aspekt hat der Umweltschutz die Befragten motiviert, eine Dämmmaßnahme in Angriff zu nehmen (49%), direkt dahinter liegt das Argument des Werterhalts bzw. der Wertsteigerung. „Diese Ergebnisse stützen ganz klar unsere Argumentation, dass es unzulässig ist, die energetische (Fassaden)Sanierung allein auf ökonomische Zusammenhänge zu verkürzen“, kommentiert Bombös die Resultate, „der Begriff ‚lohnt sich‘ umfasst für die Hausbesitzer eben doch viel mehr, als geringere Heizkosten.“

Einsparwerte durch Dämmung klar benannt

Die Frage nach dem Zufriedenheitsgrad mit den durchgeführten Dämmmaßnahmen beantworteten 77 Prozent mit „zufrieden bis sehr zufrieden“. Das Ergebnis ist nachvollziehbar angesichts der Einsparwerte, welche die Hausbesitzer erzielt haben. Da die Maßnahmen teilweise schon vor einigen Jahren durchgeführt wurden, sind jeweils mehrere Heizperioden als Bezugsgrößen vorhanden. Zwischen 20 und 40 Prozent liegen nach Angaben der Hausbesitzer die Einsparwerte über die Fassadendämmung, auf 10 bis 20 Prozent kommt die Dachdämmung, auf 5-10% die Dämmung der obersten Geschossdecke.

Der FV WDVS wird die Ergebnisse der Umfrage noch weiter auswerten: „Gut 10% jener Teilnehmer, die auf alle Fragen von co2online geantwortet haben, sind auch bereit, Details ihrer energetischen Sanierung, zu den Kosten und der tatsächlichen Einsparung für eine Veröffentlichung anzugeben“, so Guido Cruysen, Vorstand Öffentlichkeitsarbeit des FV WDVS, „wir werden als Fachverband in den nächsten Wochen zusammen mit den Hausbesitzern ein Konzept erarbeiten, wie sich diese Daten am besten aufbereiten und publizieren lassen.“ Damit legt der FV dann ein ganzes Paket an nachvollziehbaren Beweisen vor für die Richtigkeit der Aussage „Dämmen lohnt sich“ und setzt zugleich ein klares Zeichen gegen die unseriöse und zum Teil falsche Berichterstattung in einigen Medien. Die Ergebnisse aus der co2online-Studie fließen auch ein in die inhaltliche Gestaltung der aktuellen Roadshow für das Fachhandwerk. Lothar Bombös: „Damit liefern wir unseren Partnern auf Fachunternehmerseite gute Argumente für die Gespräche mit ihren eigenen Kunden und tun zugleich etwas gegen die teilweise eingetretene Verunsicherung bei den Hausbesitzern.“