21. Juli 2014

Baden-Württemberg: Auszubildende aus dem Ausland begrüßt

Minister Schmid begeistert mit dem Aufruf zur La-Ola-Welle. (Foto: Bacher/Komzet)

Der baden-württembergische Finanz- und Wirtschaftsminister Dr. Nils Schmid begrüßte bei einem Empfang im Kolping-Bildungswerk Bad Cannstatt 120 angehende Azubis aus dem EU-Ausland. Schmid lobte das Engagement der Ausbildungsbetriebe: „Sie betreten ein neues Terrain, indem Sie junge Menschen aus anderen Ländern hier ausbilden. Damit geben Sie jungen Menschen eine berufliche Perspektive, die sie in ihren Heimatländern derzeit nicht haben.“

Insgesamt wollen 120 Jugendliche im Alter zwischen 19 und 35 Jahren, darunter 91 aus Spanien, 16 aus Italien und 13 aus Rumänien, im September 2014 eine Ausbildung in baden-württembergischen Betrieben beginnen. Sie wurden vom Kolping-Bildungswerk in Zusammenarbeit mit Verbänden und Unternehmen für eine Berufsausbildung in den Branchen Garten- und Landschaftsbau, Altenpflege, Stuckateur, Hoch- und Tiefbau und Kauffrau für Bürokommunikation gewonnen. Die ausgewählten Jugendlichen erhielten in ihrem Heimatland einen Intensivkurs im Fach Deutsch. Das Projekt wird aus Mitteln des Bundesprogramms MobiPro-EU gefördert. Dadurch ist eine Betreuung auch während der gesamten Ausbildungszeit möglich.

Neben vielfältigen Aktivitäten im Inland, die neben der „normalen dualen Berufsausbildung“ auch Projekte zur Förderung lernschwächerer Schulabgänger sowie mit einem Studienmodell dual (Stuckateur und Gebäudeklimatik) die Zielgruppe Abiturienten anspricht, beteiligt sich das Stuckateur-Handwerk damit bereits im zweiten Jahr an einem EU-Azubi Projekt. Dadurch können 30 Auszubildende aus dem spanischen Malaga, darunter eine junge Frau, an gute Ausbildungsbetriebe in Baden-Württemberg vermittelt werden.

Da in vielen europäischen Ländern nach wie vor eine extrem hohe Jugendarbeitslosigkeit herrscht, sieht sich das baden-württembergische Stuckateur-Handwerk auch in einer gesellschaftlichen Pflicht, EU-Partnerländer zu unterstützen und qualifizierte Ausbildungsplätze anzubieten.