29. Juli 2014

Baustoffbranche geht via Facebook auf Kundenfang

Facebook hat die Welt kleiner werden lassen und auch die Unternehmen können sich diesem Medium kaum entziehen. BauInfoConsult hat im Zuge der in Kürze erscheinenden Jahresanalyse führende Baustoff-Hersteller zu Thema Social Media befragt. Jedes zweite Unternehmen ist schon auf Facebook aktiv und sieht in diesem Netzwerk primär ein passendes Vehikel, um private Kunden zu erreichen. Allerdings ist damit das Potenzial von Facebook noch lange nicht ausgeschöpft, denn viele Hersteller nutzen Facebook für verschiedene Marketingstrategien, wie die aktuelle Umfrage verdeutlicht.

Schon seit Längerem hat sich Facebook als taugliches Marketinginstrument durchgesetzt, um Kunden direkt zu kontaktieren. Auch die Entscheider aus den Marketing- und Vertriebsabteilungen von Baustoffherstellern – welche in der aktuellen Umfrage vor allem um ihre Meinung gebeten wurden – spielen die Vorteile von Facebook als Marketingmedium konsequent aus. So steht der Aufbau des Bekanntheitsgrades ganz oben auf der To-do-Liste. Gerade die Positionierung des eigenen Unternehmens bei der jüngeren Zielgruppe ist für die Unternehmensstrategie wichtig, denn trotz leicht sinkender Mitgliederzahlen in den westlichen Industrienationen ist Facebook immer noch der Platzhirsch bei den jungen Konsumenten.

Auch die Imagepflege lässt sich auf Facebook besonders gut bewerkstelligen, wie weitere Ergebnisse der Untersuchung zeigen: Neun von zehn Herstellern, die einen Facebook-Account haben, nutzen diesen, um aktuelle Unternehmensinformationen bereitzustellen. Mehr im Hintergrund steht die aktive Suche und Ansprache von neuen Kundenkontakten – etwa um Einladungen für Events und Veranstaltung zu versenden. Dies bedeutet allerdings nicht, dass die Unternehmen nicht auf hinterlassene Kommentare oder Posts antworten.

Der eher reaktive Nutzungscharakter von Facebook wird auch in Bezug auf das Recruiting deutlich, denn wenige Befragte gaben an über dieses soziale Netzwerk nach geeigneten Bewerbern oder Mittarbeitern zu suchen. Hier scheinen die auf die Mittarbeitersuche und Businesskontaktpflege spezialisierten Plattformen wie etwa LinkedIn oder Xing dem Platzhirsch einen Schritt voraus zu sein.

Die Hersteller werden wohl in der Zukunft bei Facebook noch verstärkter auf der kompletten Marketingklaviatur spielen, da so neben der eigenen Imagepflege gerade die zukünftige Generation von Konsumenten erreicht werden kann. Da sich auf Facebook primär der private Endkunde bewegt, sollte eine umfassende Marketingstrategie auch den Profikunden nicht vernachlässigen. Wie weitere Ergebnisse der Jahresanalyse deutlich machen, ist gerade unter den Hauptzielgruppen wie etwa Architekten, Bauunternehmern und SHK-Betrieben die Nutzung von Facebook noch nicht stark ausgeprägt.