03. September 2014

Malerinnung Rhein-Main startet Ausbildungsoffensive

14-09-03_Maler_Rhein_Main Ausbau und Fassade - Malerinnung Rhein-Main startet Ausbildungsoffensive
Mit den Tätigkeitsfelder Restauration, Trockenbau, Stuckarbeiten stellt die Maler- und Lackiererinnung Rhein-Main den Beruf.

Es fehlen Fachkräfte und immer mehr Lehrstellen bleiben unbesetzt. Aus diesem Grund startet die Maler- und Lackiererinnung Rhein-Main jetzt eine langfristig angelegte Ausbildungsoffensive. Das Ziel ist die Sicherung von gut ausgebildeten Fachkräften für das Maler- und Lackiererhandwerk. Dazu arbeitet die Innung mit verschiedenen Partnern und Institutionen für neue Ausbildungsangebote sowie einem eigens engagierten Ausbildungstrainer zusammen und unterstützt die Betriebe praxisnah bei der Ausbildung.

„Der demographische Wandel und der gesellschaftliche Akademisierungswahn sind für unser  Handwerk eine große Herausforderung“, so Felix Diemerling, Geschäftsführer der Maler- und Lackiererinnung Rhein-Main. „Unsere Aufgabe ist es jetzt, auf die vielfältigen Chancen aufmerksam zu machen, die das Maler- und Lackiererhandwerk bietet. Gesucht werden sowohl Handwerker als auch Planer, Bauleiter und Führungskräfte.“ 

Gewinnung von Auszubildenden

Um potentielle Auszubildende anzusprechen, hat die Maler- und Lackiererinnung Rhein-Main einen Maßnahmenkatalog erarbeitet. Dazu zählen die regelmäßige Information der Berufsberatungsstellen über die Karrieremöglichkeiten im Maler- und Lackiererhandwerk sowie die intensive Zusammenarbeit mit den Arbeitsagenturen und Jobcentern im Innungsgebiet – insbesondere bei der Vermittlung von arbeitssuchenden Auszubildenden und freien Lehrstellen.

Darüber hinaus rührt die Innung auf Berufsbildungsmessen die Werbetrommel und informiert zusammen mit dem Landesinnungsverband in Schulen. In Vorbereitung ist zudem eine  Kooperation mit der Frankfurt University of Applied Sciences: Abiturienten soll sie zukünftig einen dualen Ausbildungsweg ermöglichen, d.h. eine Verbindung des Bachelor-Studiengangs Bauingenieurwesen mit einer betrieblichen Ausbildung zum Maler und Lackierer.

Praxisorientierte Unterstützung der Ausbildungsbetriebe

Maler- und Lackiererbetrieben bietet die Innung im Zuge der Ausbildungsoffensive künftig vielfältige Unterstützung. Dazu zählt das Angebot ausbildungsbegleitender Praxisseminare. Im September findet erstmals die „Starterwoche“ statt, in der den neuen Azubis zu Beginn des ersten Lehrjahres Grundlagenwissen vermittelt wird. Darüber hinaus hat die Innung einen Jungmaler-Workshop für Auszubildende im zweiten Lehrjahr angesetzt. Vermittelt werden hier besondere Tätigkeiten, zum Beispiel die Verarbeitung von  Mustertapeten. Geplant sind zudem Kurse zur Prüfungsvorbereitung. 

Eine weitere Maßnahme ist die Einrichtung von Lehrlingsbaustellen. Auf diesen planen Auszubildende eigenständig die Arbeiten und führen diese entsprechend durch.

Darüber hinaus arbeitet die Maler- und Lackiererinnung Rhein-Main eng mit den Berufsschulen im Innungsbezirk  zusammen. Sie vermittelt beispielsweise materielle Unterstützung (Ausstattung, Material usw.) oder hilft bei der Abstimmung der Schnittstelle Betrieb/Schule.

Über den Landesinnungsverband bietet die Innung Ausbilderschulungen an. In diesen erhalten Gesellen, die im Berufsalltag die Lehrlinge auf der Baustelle betreuen, das Rüstzeug als gute Ausbilder.

Ferner steht die Innung im Rahmen der Ausbildungsoffensive Betrieben bei vielen Fragen zur Seite, unter anderem: Wie finde ich überhaupt einen Auszubildenden? Wie teste ich Bewerber auf Eignung? Oder: Wie kann ich den Ausbildungsfortschritt systematisch prüfen und notwendige Defizite rechtzeitig aufarbeiten?

Des Weiteren garantiert die Innung in enger Zusammenarbeit mit der „Qualifizierten berufspädagogische Ausbildungsbegleitung in Berufsschule und Betrieb“ (QuABB) individuelle Hilfestellungen bei Problemen eines Auszubildenden.

Innung engagiert Ausbildungstrainer

Um die Maßnahmen umsetzen zu können, hat die Innung einen erfahrenen Malermeister und Ausbildungstrainer engagiert.  Uwe Dittrich lehrt als freier Dozent an der Meisterschule Weiterstadt und ist seit vielen Jahren in den Prüfungsausschüssen und dem Bildungsausschuss der Innung aktiv. Er wird die Seminare und Workshops der Innung durchführen, die Lehrlingsbaustellen vorbereiten und betreuen, auf den Ausbildungsmessen vor Ort sein und Ausbildungsbetriebe auf Wunsch auch individuell unterstützen.    

Unternehmerkreis Ausbildung

Neben den genannten Maßnahmen ruft die Innung zudem einen „Unternehmerkreis Ausbildung“ ins Leben. In diesem bringt sie Mitgliedsbetriebe zusammen, die sich einer qualifizierten Ausbildung verschrieben haben, um Erfahrungen auszutauschen und neue Angebote (z.B. Seminare, Ausbildungshilfen usw.) auszuarbeiten sowie bestehende Angebote zu verbessern.