30. September 2014

Energetischen Standard für den Klimaschutz verbessern

Deutschland verfehlt voraussichtlich seine CO2-Ziele. Mit einem „Aktionsprogramm Klimaschutz 2020“ will das Bundesumweltministerium gegensteuern. Der Gebäudesektor solldabei deine entscheidende Rolle spielen. Der Gesamtverband Dämmstoffindustrie e.V. (GDI) spricht die Empfehlung aus, den energetischen Standard von Bestandsgebäuden zu verbessern.

Damit Deutschland seinen CO2-Ausstoß bis 2020 um die geplanten 40 Prozent senken kann, sind noch erhebliche Anstrengungen zu leisten. Die derzeitigen Maßnahmen bringen etwa minus 33 Prozent. Bis November 2014 soll daher vom Bundesumweltministerium das „Aktionsprogramm Klimaschutz 2020“ erarbeitet werden. Das Programm soll für alle Sektoren Maßnahmen benennen, um das Klimaschutzziel doch noch bis 2020 zu erreichen.

Dabei spielt der Gebäudesektor eine entscheidende Rolle. Deutschlands Gebäude sind für 30 Prozent des gesamten CO2-Ausstoßes verantwortlich. Darüber hinaus werden 40 Prozent der Primärenergie in Gebäuden eingesetzt.

Der Gesamtverband Dämmstoffindustrie e.V. (GDI) empfiehlt den energetischen Standard des Gebäudebestands dringend zu verbessern. Denn: 95 Prozent aller deutschen Gebäude entsprechen nicht der jetzigen Energieeinspeiseverordnung (EnEV 2014). Im Gebäudebestand ruht ein enormes ungenutztes Einsparpotential. 

Der GDI betont gegenüber Hausbesitzern und Wohnungsgenossenschaften: Nur ein unabhängiger, lizensierter Energieberater kann klären, welche energetischen Sanierungsmaßnahmen an einem Haus am sinnvollsten sind. Es muss immer das einzelne Bauvorhaben betrachtet werden, da insbesondere bei Sanierungsmaßnahmen der Ausgangszustand des Gebäudes entscheidend ist.

Auch als Mitglied der ersten gewerkeübergreifenden Sanierungskampagne Deutschlands - „Die Hauswende“ - bekräftigt der GDI diesen Standpunkt:  Nur ein fachkompetenter Energieexperte kann nach einer allumfassenden Untersuchung feststellen, welche Sanierungsmaßnahme dazu beitragen kann, Energie einzusparen. Denn Anlagentechnik, Ausstattung und Gebäudehülle unterscheiden sich von Haus zu Haus.

Eine energetische Sanierungsmaßnahme ist kein Zwang. Sie ist eine freiwillige Maßnahme des Eigentümers, der damit sein Haus auf den neuesten energetischen Stand bringen möchte. Damit können Heizkosten gesenkt und CO2-Emmissionen reduziert werden, das Wohlfühlklima in den eigenen vier Wänden wird verbessert sowie der Wert der Immobilie gesteigert.

Jeder Eigentümer kann je nach seiner wirtschaftlichen Ausgangssituation selbst darüber entscheiden, welche Maßnahme geeignet ist. Sei es eine neue Heizungsanlage, ein neues Fenster oder eine Wärmedämmung.