27. Oktober 2014

Pavatex schließt Werk in Fribourg

14-10-27_Pavatex_Werksschlieung Ausbau und Fassade - Pavatex schließt Werk in Fribourg
Das Pavatex-Werk in Fribourg wird Ende November geschlossen. (Foto: Pavatex)

Die Pavatex-Gruppe optimiert ihre Standortstrategie und plant per Ende November das Werk in Fribourg zu schliessen. Die Produktion wird ins schweizerische Cham und ins französische Golbey verlagert. Damit reagiert Pavatex auf Überkapazitäten im Dämmsektor sowie anhaltend negative Euro-Wechselkursentwicklungen. Pavatex bliebt lieferfähig bei allen Produkten.

Den Entscheid zur Einleitung der Konsultationsphase zur Schliessung des Werkes Fribourg fällte der Verwaltungsrat am 20. Oktober mit grossem Bedauern. Betroffen im schweizerischen Fribourg sind rund 45 Mitarbeiter. Ihnen wird bei der Suche nach neuen Stellen geholfen; dafür soll eigens ein Jobcenter eingerichtet werden.

Mit der geplanten Optimierung seiner Standortstrategie wird das Unternehmen in wirtschaftlich herausfordernder Zeit nachhaltig gestärkt. Das traditionsreiche Schweizer Unternehmen wird führende und innovative Anbieterin im Bereich Dämmsysteme aus Holzfasern für Gebäudehüllen und für ihre Kundschaft die gewohnt verlässliche Partnerin bleiben. Das langfristige Ziel heisst weiterhin Wachstum. Deshalb wird in den nächsten Jahren in die Werke in Golbey und mit einem Pionierprojekt für thermische Nachverbrennung in Cham investiert. Im Werk Fribourg sind die Herstellkosten in der Gesamtsituation der Pavatex-Werke spürbar teurer.

Die Fribourger Produktion soll in die gestärkten Standorte Cham und Golbey verlagert werden. In Cham wird neu die auf wertschöpfungsstarke Spezialprodukte ausgerichtete Produktion zusammengefasst. Golbey spezialisiert sich auf grosse Serien von Massenprodukten. Vor dem Hintergrund konjunktureller Abschwächungstendenzen in Schlüsselmärkten werden in Cham und Golbey bis Ende Jahr temporär die Produktionskapazitäten reduziert. Pavatex bleibt voll lieferfähig: Es wird weiterhin das ganze Pavatex-Sortiment inklusive der Servicedienstleistungen und der Lagerinfrastruktur angeboten.

Fribourg soll operativer Hauptsitz von Pavatex bleiben: Geschäftsleitung, Administration und Finanzen bleiben vor Ort, ebenso Lagerkapazitäten an strategisch wichtiger Lage. Pavatex hat in der Westschweiz und in lateinischen Ländern eine wichtige Marktposition. «Mit den geplanten Schritten reagieren wir auf eine Entwicklung, die wir selbst nicht beeinflussen können», sagt CEO Martin Brettenthaler. «Wir bedauern den Schritt der Werksschliessung in Fribourg sehr. Er ist für die Stärkung von Pavatex und die Sicherung von 200 Arbeitsplätzen leider aber unausweichlich geworden.»