18. November 2014

Sto passt Prognose 2014 nach unten an

Die Sto SE & Co. KGaA, international bedeutender Hersteller von Produkten und Systemen für Gebäudebeschichtungen, erzielte in den ersten neun Monaten 2014 einen Konzernumsatz von 927,9 Mio. EUR. Gegenüber dem entsprechenden Vorjahreswert von 892,0 Mio. EUR stieg das Volumen damit um 4,0 %. Nach dem sehr dynamischen ersten Quartal schwächte sich das Geschäft überraschend deutlich ab und blieb im weiteren Jahresverlauf unter den Erwartungen.

Im Inland nahm der Konzernumsatz in den ersten drei Quartalen 2014 um 3,6 % auf 425,8 Mio. EUR zu (Vorjahr: 411,0 Mio. EUR), was ausschließlich auf den hohen Anstieg in den ersten drei Monaten zurückzuführen ist. Im weiteren Jahresverlauf führten sowohl die insgesamt schwache Baukonjunktur als auch die ungünstigen Rahmenbedingungen zu einer rückläufigen Nachfrage, da das Umfeld für die deutsche WDVS-Branche bedrohlich war. Der Markt muss zwischenzeitlich erhebliche Rückgänge verkraften, obwohl das Absatzpotenzial zur energetischen Sanierung von Fassaden nach wie vor groß ist. Hauptgrund für den Nachfrageeinbruch ist die deutlich wachsende Verunsicherung bei Bauinvestoren und privaten Bauherren, die vor allem von der teilweise sehr zugespitzt geführten Medienberichterstattung über die ökologischen Folgewirkungen von Fassadensystemen, Fragen des Brandschutzes, der Wirtschaftlichkeit und über die Baukultur ausgelöst wurde. Hinzu kommt die seit längerem unbeantwortete Frage, wie energetische Sanierungsmaßnahmen künftig finanziell oder steuerlich gefördert werden sollen. Durch die daraus resultierende Investitionszurückhaltung kann die gesamte WDVS-Branche das vorhandene Marktpotenzial nicht vollständig ausschöpfen.
Der Auslandsumsatz stieg von Januar bis September 2014 um 4,4 % auf 502,1 Mio. EUR (Vorjahr: 481,0 Mio. EUR), wobei die Nachfrage in den einzelnen Segmenten differenziert verlief.

Prognose für Gesamtjahr 2014

Aufgrund der Entwicklung im bisherigen Jahresverlauf wurde die Umsatz- und Ergebnisprognose für das Gesamtjahr nach unten korrigiert. Aus heutiger Sicht rechnet der Sto-Konzern 2014 mit einem Umsatzplus um rund 2 % auf etwa 1.190 Mio. EUR (bisher: rund 5 % auf etwa 1.225 Mio. EUR), was insbesondere auf die schwächere Entwicklung im Segment Westeuropa zurückzuführen ist.