18. November 2014

Architekten uneins über das Potential von Holz als Trendbaustoff

Seit Längerem gilt Holz als Trendbaustoff im Neubaubereich. Ob nun im Fertighaussegment oder als individuell gestaltetes ökologisches Wohnhaus in der Holzrahmenbauweise: Holz ist hier der bevorzugte Baustoff. Jedoch nimmt Holz im Verhältnis zu der in Deutschland vorherrschenden Massivbauweise mit Ziegel und anderen Mauersteinen eine eher nachrangige Rolle ein.

Dies heißt allerdings nicht, dass sich Holz als Wandbaustoff zukünftig nicht doch noch mehr Liebhaber finden wird. BauInfoConsult hat zu diesem Thema 180 deutsche Architekten befragt, wie sich der Anteil von Holz als dominierender Wandbaustoff in den kommenden 5 Jahren entwickeln wird. Hierbei zeigt sich, dass sich die Architekten uneins sind, wie die zukünftige Entwicklung aussehen wird.

Holz als ein dominierender Wandbaustoff konnte seine Rolle bei den Baumaterialien im Neubau die letzten Jahre weiter festigen. Dennoch sind die im Zuge der Jahresanalyse von BauInfoConsult befragten Architekten unentschlossen, wie sich der Anteil von Holz als Wandbaustoff in den nächsten fünf Jahren weiterentwickeln wird. So enthält sich mehr als jeder zweite Planer eines Urteils. Jeweils jeder sechste glaubt, dass der Anteil von Holz zunehmen bzw. gleich groß bleiben wird.

Diejenigen Architekten, die an Holz als Wachstumsbaustoff glauben, begründen dies überwiegend mit dem Ruf von Holz als dem ökologischen Baustoff schlechthin: Am häufigsten zu hören waren Argumente wie die Nachhaltigkeit von Holz, Holz als natürliche Baustoff oder das gute Raumklima, das in Holzgebäuden vorherrscht.

Die wenigen Planer, die einen Rückgang der Marktanteile für Holz als trendigen Wandbaustoff vorhersehen, argumentieren mehrheitlich, dass sie generell keine Nachfrage für diesen Baustoff erkennen. In eine ähnliche Richtung geht auch die Begründung, dass der Massivbau per se beliebter ist und somit Holz zukünftig wieder Marktanteile einbüßen wird.