01. Dezember 2014

Caparol Werkstofftag: Innendämmung im Fokus

Um das facettenreiche Wesen der Innendämmung ging es beim diesjährigen Caparol-Werkstofftag (v.l.n.r.): Oliver Berg/Caparol, Heiko Riggert/Caparol, Uli Ruisinger/TU Dresden, Dr. Thomas Lohmann/Caparol, Torsten Meiser/Meiser Micelski Rechtsanwälte, Berlin, Franz Xaver Neuer/Caparol, Dr.-Ing. Gregor A. Scheffler/Ingenieurbüro Scheffler, Dresden, Stefan Ehle/BV Farbe Gestaltung Bautenschutz, Dr. Christian Brandes, Caparol. Manfred Haisch/BV Ausbau und Fassade sowie Karl-August Siepelmeyer, Präsident des BV Farbe Gestaltung Bautenschutz (Foto: Caparol)

In Deutschland kommt bei jedem achten Haus eine Fassadendämmung nicht in Betracht - weil das betreffende Objekt unter Denkmalschutz steht, die Abstandsflächen zur Straße nach Applikation eines WDVS zu gering wären oder bei der Überbauung der Grundstücksgrenze Ungemach mit Nachbarn droht. In solchen Fällen bietet sich das raumseitige Dämmen der Gebäudeumfassungswände als Alternative an. Um das facettenreiche Wesen der Innendämmung ging es auch beim Caparol-Werkstofftag am 6. November, zu der rund 120 Teilnehmer ins hessische Ober-Ramstadt kamen.

In zahlreichen Vorträgen wurde die Aspekte umfassend beleuchtet, wie zum Beispiel die bauphysikalische Besonderheiten und die Herausforderung beim Einbau einer Innendämmung. Vorgestellt wurden auch zwei neue kapillaraktive Innendämmsysteme.

Auf die Bedeutung des Fachhandwerks für den sicheren Einbau weisen die Vertreter des Handwerks hin: Die Dämmung gehört nach den Worten von Manfred Haisch, stv. Vorsitzender des Bundesverbandes Ausbau und Fassade, in die Hände professioneller Bauhandwerker, die gut geschult sind und etwas von Bauphysik verstehen. Denn die fachgerechte Applikation von Dämmsystemen - ob außen oder innen - ist nach Überzeugung von Karl-August Siepelmeyer, Präsident des Bundesverbandes Farbe Gestaltung Bautenschutz, als Aufforderung an die Maler- und Stuckateurbranche zu begreifen, einen wesentlichen Beitrag zur Steigerung des Behaglichkeitsgefühls und der Wohngesundheit, zum Schutz und Erhalt wertvoller Bausubstanz sowie zur Verbesserung des Globalklimas zu leisten. Die Gebäudedämmung liegt insofern sowohl im privaten als auch im gesamtgesellschaftlichen Interesse.