13. Januar 2015

Geschäftsklima bei Architekten leicht eingetrübt

Das ifo Geschäftsklima bei den freischaffenden Architekten hat sich im vierten Quartal etwas eingetrübt. Hierbei muss allerdings berücksichtigt werden, dass sich zu Beginn des letzten Quartals eines Jahres das Klima immer etwas verschlechtert hat. Wenn man diesen Saisoneinfluss berücksichtigt, kann das Geschäftsklima bei den Architekten weiterhin als recht gut bezeichnet werden.

Der Anteil der freischaffenden Architekten, die im Verlauf des dritten Quartals 2014 neue Verträge abschließen konnten, betrug 53 Prozent. Der langjährige Durchschnitt (50,5 Prozent) konnte damit erneut leicht übertroffen werden. Das berichtete das ifo Institut in seinem Schnelldienst 24/2014.

Die befragten Architekten beurteilten zu Beginn des Berichtsquartals ihre Geschäftslage ähnlich gut wie in den beiden vorangegangenen Quartalen. Erneut bezeichneten 47 Prozent der Testteilnehmer ihre aktuelle Lage als gut.  Statt zuvor 14 Prozent nennen 16 Prozent nun ihre Lage schlecht. Seit über fünf Jahren überwiegen damit die positiven Urteile zur Lage. Bei den Geschäftsaussichten für die nächsten sechs Monate äußerten sich die Testteilnehmer vorsichtiger. So ging im Berichtsquartal zwar immer noch jeder neunte Architekt (Vorquartal: 14 Prozent) von einer „eher günstigeren“ Auftragssituation in etwa einem halben Jahr aus. Der Anteil der Architekten, die eine „eher ungünstigere“ Entwicklung erwarteten, stieg jedoch gleichzeitig spürbar von 13 Prozent auf 18 Prozent.

Das geschätzte Bauvolumen aus den neu abgeschlossenen Verträgen (Neubauten ohne Planungsleistungen im Bestand) übertraf im Durchschnitt aller Bundesländer das Niveau des Vorquartals um knapp ein Viertel. Dabei waren die Volumina im Wohnungsbau um reichlich ein Viertel und im Nichtwohnbau lediglich um rund ein Fünftel größer als im Vorquartal.