27. Februar 2015

Bauunternehmer und soziale Netzwerke: private Nutzung überwiegt

In der Baubranche werden soziale Netzwerke wie Facebook nur selten beruflich genutzt. Das ist das Ergebnis einer Umfrage unter 182 Bauunternehmern.

Die Ergebnisse des BauInfoConsult Kommunikationsmonitors 2014 zeigen, dass 90 Prozent der Bauunternehmer Facebook kennen. Somit hat dieses soziale Netzwerk bei der Bekanntheit im Vergleich zu seinen Konkurrenten aus dem Web 2.0 die Nase vorn. Allerdings hat eine große Bekanntheit wenig wert, wenn keiner das Portal nutzt. Es zeigt sich nämlich, dass lediglich 20 Prozent der Befragten Facebook nicht nur kennen, sondern auch nutzen. Damit liegt Facebook bei den Nutzerzahlen unter den Bauunternehmern zwar noch vor dem Videoportal YouTube (13 Prozent) und dem Businessnetzwerk Xing (10 Prozent), aber die Nutzung ist im Vergleich zum Bekanntheitsgrad doch eher gering.

Weitere Ergebnisse zeigen, dass es unter den befragten Facebook-Usern mit 50 Prozent viele Intensivnutzer gibt, die mehrmals pro Tag einen Blick auf ihr Onlineprofil werfen. Bei der Frage, mit welcher Absicht die Bauunternehmer Facebook benutzen, geben fast drei Viertel der befragten Facebook-User an, dass sie nur zu privaten Zwecken bei diesem Netzwerk vorbeischauen. Über ein Drittel der Facebook-nutzenden Bauunternehmer surft aus beruflichen Gründen auf diesem Netzwerk – wobei der Großteil dieser Gruppe hier auch private Interessen mit einflicht. Diejenigen Befragten die Facebook rein geschäftlich nutzen ist mit knapp 5 Prozent sehr gering.

Somit scheint sich Facebook bei den Social Media affinen Bauunternehmern noch nicht als berufliches Handwerkszeug etabliert zu haben. Unter den wenigen beruflichen Usern bei den Bauunternehmern hat sich Facebook bei den meisten als gutes Tool zur Kontaktpflege- und Aufbau erwiesen. Solange sich jedoch die berufliche Nutzung von Facebook in Grenzen hält, sollten Facebook-fokussierte Marketingmaßnahmen gut durchdacht werden – gerade jetzt, wo die neuen Nutzungsrechte bei vielen Nutzern einen bitteren Nachgeschmack hinterlassen haben. (Quelle: BauInfoConsult)