27. Februar 2015

Umwelt-Produktdeklarationen für den Industrieverband Hartschaum

Nachhaltigkeit im Bauwesen stand bei der Münchner Messe BAU 2015 hoch im Kurs. Das Institut Bauen und Umwelt e.V. (IBU) nahm die Messe zum Anlass, ihren Mitgliedern neue Umwelt-Produktdeklarationen (englisch: Environmental Produkt Declarations, kurz EPDs) in einem offiziellen Rahmen zu überreichen, darunter auch an den Industrieverband Hartschaum (IVH).

Mit der Erstellung von EPDs liefert der IVH umfassende Informationen über die Umweltwirkungen seiner Produkte im Hinblick auf den gesamten Lebenszyklus. Die Angaben beruhen auf der seit 2012 für Bauprodukte und Bauleistungen aller Art gültigen europäischen Norm EN 15804. EPDs werden vor der Veröffentlichung durch das IBU von unabhängigen Dritten geprüft. Der IBU-Geschäftsführer, Dr. Burkhart Lehmann, lobte bei der Übergabe das Engagement des IVHs als wichtigen Beitrag zum nachhaltigen Bauen. „Der IVH setzt sich bereits seit fünf Jahren für nachhaltiges Bauen ein.“ Auch Ministerialrat Hans-Dieter Hegner vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gratulierte dem Industrieverband Hartschaum zum Erhalt der EPDs.

Dr. Hartmut Schönell, Geschäftsführer des IVH nahm die neu erstellten EPDs entgegen. „Wir sind uns unserer Verantwortung bewusst und zwar im Hinblick auf Nachhaltigkeitsaspekte, wie zum Beispiel Umwelt- und Ressourcenschutz und auch im Hinblick auf Gesundheitsaspekte. Deshalb erstellen wir EPDs und lassen sie verifizieren“, erklärte Dr. Schönell. „Wir erhoffen uns durch die Veröffentlichung der EPDs, dass unser Dämmstoff Styropor als ein nachhaltiges Produkt ins Bewusstsein gerückt wird, auch wenn es aus Erdöl ist.“

Mit den eigenen EPDs nach internationaler Normung bietet der IVH Fachleuten aus der Baubranche, wie zum Beispiel Planern, Architekten und Auditoren detaillierte ökologische Informationen mit belastbaren Zahlen und Daten über die Umweltwirkungen seiner Bauprodukte. Somit schaffen EPDs die Grundlage zur Berechnung und Bewertung der Nachhaltigkeitsleistung von Gebäuden. Denn der jeweiligen EPD ist zu entnehmen, welche Anteile an den gesamten Umweltwirkungen eines Bauwerkes einem einzelnen Produkt oder einer bestimmten Produktgruppe zuzuordnen sind.