13. März 2015

Zusammenarbeit von Handwerk und Planung ausgezeichnet

15-03-13_IGM_Geplant Ausbau und Fassade - Zusammenarbeit von Handwerk und Planung ausgezeichnet
Siegerprojekt beim Wettbewerb „Geplant + ausgeführt“: Das Kultur- und Kongressforums Altötting, geplant von Florian Nagler Architekten aus München, ausgeführt von Kaufmann Bausysteme aus Reuthe in Österreich. Foto: Stefan Müller-Naumann

Das Kultur- und Kongressforum in Altötting, ein Wohnhaus in Schwarzenberg im Bregenzerwald und das Museum für Architekturzeichnung in Berlin haben die Jury beim Wettbewerb „Geplant + ausgeführt“ 2015 überzeugt: Die drei Bauprojekte sind exzellente Beispiele für die hervorragende Zusammenarbeit von Handwerkern und Architekten/Innenarchitekten.

„Beispielhaft“, nennt die Jury die Zusammenarbeit von Handwerkern und Architekten beim Bau des Kultur- und Kongressforums Altötting. Auf der Internationalen Handwerksmesse wurden die beteiligten Unternehmen mit dem ersten Preis ausgezeichnet. Durch das gesamte Projekt erfahre „ein besonderer Ort mit Geschichte nochmals eine Aufwertung und eine neue Nutzbarkeit für die Öffentlichkeit“, so die Jury-Begründung. Überzeugend sei nicht nur die Planung, sondern vor allem auch die präzise Ausführung, die hohes Verständnis tradierter Handwerkstechniken zeige. Verantwortlich für das Projekt waren Florian Nagler Architekten aus München und Kaufmann Bausysteme aus Reuthe in Österreich.

Mit dem zweiten Preis ausgezeichnet wurden Albrecht Bereiter Architekten aus Dornbirn und die Holzwerkstatt Markus Faißt aus Hittisau jeweils in Österreich für ihre Arbeiten an einem 200 Jahre alten Haus in Schwarzenberg im Bregenzerwald. Das Projekt überzeuge durch seine kluge Umwidmung des Bestandes, seine entschiedenen Eingriffe und modernen Interpretationen von Raum und durch sein Verständnis für Tradition, begründete die Jury bei der Preisverleihung ihre Entscheidung.

Geehrt mit dem dritten Preis wurden nps tchoban voss, die Bau- und Möbeltischlerei Stephan Hollenbach, Holzbildhauermeister Damian Valles Castro, Messing Zawadski (alle Berlin) und MBM Konstruktionen (Mockmühl). Ihr Projekt: das Museum für Architekturzeichnung in Berlin. Die präzise Planung und die reibungslose Zusammenarbeit aller Gewerke waren essenziell für dessen Bau. Begeistert zeigte sich die Jury vor allem von den handwerklichen Leistungen zur Umsetzung des Architekturkonzeptes, die für „die Leistungsfähigkeit von Planung und Ausführung“ stünden.

Am Donnerstag, 12. März, wurden die an den Projekten beteiligten Betriebe auf der Internationalen Handwerksmesse in München ausgezeichnet.