27. März 2015

Bauwirtschaft: Schwacher Start zu Jahresbeginn

Die deutsche Bauwirtschaft kommt zu Jahresbeginn noch nicht recht in Schwung. Trotz milder Temperaturen lag - wie der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie in der neuesten Ausgabe seines „Aktuellen Zahlenbildes“ mitteilt - der baugewerbliche Umsatz der Betriebe mit 20 und mehr Beschäftigten im Bauhauptgewerbe im Januar um nominal 5,8 % unter dem entsprechen­den Vorjahreswert.

Die schwache Entwicklung ist allerdings überwiegend auf einen statistischen Basiseffekt zurückzuführen: Aufgrund des außergewöhnlich guten Wetters zu Jahresbeginn 2014 verzeichnete die Branche damals zwei­stellige Zuwachsraten. Hinzu kommt, dass den Unternehmen im Januar ein Arbeitstag weniger zur Verfügung stand. Die Bauunternehmen sind aber noch gut aufgestellt: Die Betriebe mit 20 und mehr Beschäftigten gingen mit einem Auftragsbestand von 26,4 Mrd. Euro in das neue Jahr, 3,8 % mehr als Anfang 2014 und der höchste Wert zum Jahresstart seit 1998. Im Januar kam aber nur ein leichtes Orderplus von nominal 0,4 % hinzu (real: - 0,8 %).

Durchweg positive Signale kamen aus dem Wohnungsbau: Die Nachfrage stieg im Januar um 7,0 % und der Umsatz lag um 1,0 % über dem Niveau des Vorjahreswertes. Dagegen gab es im Wirtschaftsbau sowohl ein Order- als auch ein Umsatzminus (- 8,1 % bzw. - 7,0 %). Der Öffentliche Bau leidet nach wie vor unter der Investitionszurückhaltung der Öffentlichen Hand: Die Baubetriebe meldeten einen Umsatzeinbruch von 9,1 %. Die Branche hofft für dieses Jahr aber auf eine bessere Entwicklung: Der Auftragseingang legte um 10,3 % zu.

Alle Angaben und Berechnungen beruhen auf Daten des Statistischen Bundesamtes.