16. Juni 2015

KfW-Award Bauen und Wohnen 2015 vergeben

15-06-16_kfw_Platz1 Ausbau und Fassade - KfW-Award Bauen und Wohnen 2015 vergeben
1. Preis KfW-Award 2015. Fast versteckt im Inneren einer großen alten Scheune steht das moderne Wohnhaus einer jungen Familie. (Quelle: Claus Morgenstern)

Die KfW Bankengruppe vergibt zum 13. Mal den jährlich ausgeschriebenen KfW-Award Bauen und Wohnen in Berlin. Gesucht waren Bauherren, die in den letzten fünf Jahren ein Haus besonders intelligent gebaut oder modernisiert haben. Von den zehn Preisträgern haben vier einen Neubau errichtet, drei bestehende landwirtschaftliche oder gewerbliche Gebäude zu Wohnzwecken umgewidmet und drei bereits vorhandene Wohngebäude grundlegend modernisiert. Dabei wurden mit gelungener Architektur vielfach sowohl die ambitionierten Standards der KfW-Effizienzhäuser erreicht als auch geschickt Maßnahmen zum Abbau von Barrieren umgesetzt.

Die Preisträger:

  • Erster Preis (dotiert mit 10.000 EUR): Anja Klinger und Holm Sommer bauten einen Neubau in eine historische Scheune in Frankenthal (Sachsen) und haben damit modernes Wohnen in historischem Ambiente realisiert und gleichzeitig die Nutzfläche und Raumreserve der Scheune erhalten.
  • Zweiter Preis (dotiert mit 6.000 EUR): Edeltraut Egger-Rohrmoser ergänzte für ihre Großfamilie ihren historischen Mühlenkomplex um ein großzügiges, neu errichtetes modernes Wohnhaus in Bad Hindelang (Bayern), das sich in Ort und Landschaft harmonisch einfügt.
  • Dritter Preis (dotiert mit 4.000 EUR): In Parsdorf (Bayern) baute Michael Fochler die stillgelegte Autowerkstatt seines Urgroßvaters behutsam und individuell in ein Familiendomizil um und bewahrte typische Tor- und Fensterformen wie auch viele Überbleibsel der früheren Arbeitswelt.
  • Vierter Preis (dotiert mit 3.000 EUR): Durch den Umbau eines einstigen Straßenbahn-Trafohauses zum barrierefreien Wohnhaus in Kassel (Hessen) belebten Katja und Manfred John ressourcenschonend einen historischen Bau im Dorfkern.
  • Fünfter Preis (dotiert mit 2.000 EUR): In Amsham (Bayern) realisierten Ingrid und Stefan Kohlmeier einen architektonisch anspruchsvollen Neubau mit regionalen und ökologischen Materialen.

 Die weiteren fünf Preisträger als "Lobende Anerkennung" (dotiert mit jeweils 1.000 EUR):

  • Raffiniertes Fachwerk: Dirk und Monika Stefen bauten geschickt an heutige Wohnbedürfnisse und Energie-Standards angepasst ein dörfliches Fachwerkhaus in Bretten-Ruit (Baden-Württemberg) im Inneren um.
  • Erneuertes Mietshaus: Die Bauherren Margarete Alber, Georg Beck und Rosa Maute modernisierten grundlegend ein Haus mit nun fünfundzwanzig Wohnungen im Herzen von Karlsruhe (Baden-Württemberg).
  • Belebte Denkmäler: Andrea Anglhuber baute zwei Bauruinen am Marktplatz in Kraiburg (Bayern) denkmalgerecht und modern zu fünf Wohnungen, einer Eisdiele, einem Architekturbüro und Gästezimmer aus.
  • Bunte Gemeinschaft: Die Baugemeinschaft SimPlus errichtete auf einer Brache in Berlin-Friedrichshain dreizehn Wohnungen, zwei Büros und eine Kindertagestätte in einem architektonisch originellen Haus.
  • Stilvolles Hinterhaus: Daniel und Tina Seiberts bauten einen Gewerbebau aus der Nachkriegszeit in einem Stuttgarter Hinterhof (Baden-Württemberg) in zwei stilvolle Wohnungen um, die flexibel zusammengelegt und auch wieder geteilt werden können.

Die zehn Preisträger wurden von einer Jury um Prof. Hans Kollhoff, Architekt in Zürich/Berlin, mit einem Preisgeld von insgesamt 30.000 EUR ausgezeichnet.

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