23. Juni 2015

Deutsche investieren auch 2015 stark ins Eigenheim

15-06-23_724457_original_R_by_Sturm_pixelio.de Ausbau und Fassade - Deutsche investieren auch 2015 stark ins Eigenheim
Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) errechnete für 2014 eine Steigerung der Renovierungsausgaben von zehn Prozent. Foto: Rainer Sturm

Die Deutschen lieben ihre Immobilien und investieren fleißig in Ausstattung, Renovierung und Modernisierung. Für das vergangene Jahr errechnete die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) eine Steigerung der Renovierungsausgaben von zehn Prozent.

„Der Trend ist eindeutig. Die Menschen möbeln ihr Zuhause clever auf und erhöhen mit Modernisierungsmaßnahmen nicht nur den Wohnkomfort, sondern erhalten damit gleichzeitig den Wert ihrer Immobilie“, sagt Carolin Schneider von der Bausparkasse Schwäbisch Hall. Die Expertin rät zu folgenden Investitionen in Haus und Wohnung:

  • Energetische Modernisierung: Ob für Dach, Fassade, Türen und Fenster oder auch Heizungsanlage – energieeffiziente Lösungen stabilisieren gleichzeitig immer auch den Wert. Hiervon profitiert neben der Umwelt auch noch die kommende Generation. Und: Je früher Energiesparmaßnahmen umgesetzt werden, desto eher können die laufenden Kosten gesenkt und neue Spielräume im Haushaltsbudget gewonnen werden.
  • An-, Aus- und Umbauten: Lebensumstände ändern sich – etwa durch Familienzuwachs, Teilzeitarbeit im Home Office oder wenn der Nachwuchs zum Studieren auszieht. In Keller und Dachgeschoss können wertvolle Quadratmeter gewonnen werden. Oder aber das Einfamilienhaus wird in zwei vollwertige, autarke Wohnungen umgebaut. Ebenso können Wintergarten, Dachgauben oder nachträgliche Erker den Wert der Immobilie erhöhen.
  • Barrierefreiheit: Wer in seinen eigenen vier Wänden alt werden und möglichst lange unabhängig leben möchte, sollte sich rechtzeitig um den altersgerechten Umbau kümmern. Wände und Durchgänge versetzen, Schwellen entfernen oder Bad und Küche barrierefrei gestalten – das kann auch ein starkes Verkaufsargument sein. Fakt ist: Deutschland altert und die Nachfrage nach seniorengerechtem Wohnraum steigt.
  • Haustechnik: Moderne Sanitär- und Elektrosysteme oder auch eine Lüftungsanlage leisten ebenfalls einen wichtigen Beitrag zum Werterhalt. Ein ausbalanciertes Zu- und Abluft-System mit Wärmerückgewinnung kann vor dauerhaften Schäden schützen und das Risiko von Schimmelbefall reduzieren.
  • Schönheitsreparaturen: Teppich, Laminat und Parkett nutzen sich über die Jahre ab. Tapeten bekommen Flecken und Kratzer. Wände vergilben und von Heizkörpern und Fensterrahmen blättert die Farbe. Je nach Bedarf und Abnutzung sind alle fünf bis zehn Jahre diverse Renovierungsarbeiten fällig. Sie helfen übrigens auch, rechtzeitig größere Mängel zu entdecken, die die Bausubstanz gefährden können.