01. Juli 2015

MEGA baut Marktposition aus

15-036-30_Mega Ausbau und Fassade - MEGA baut Marktposition aus
Aufsichtsrat der MEGA (v. l. n. r.): Heino Riewesell, Ralph Kanig, Jörn Kröger, Hansjörg Orth, Oliver Schmitz-Briese, Horst Hanneforth, Thomas Rath, Michael Zerck, Andreas Dammann, Karl-Martin Linder, Bernhard Adolf (nicht a. d. Bild: Dirk Hoffmeister)

Auf ein angesichts der volatilen Marktentwicklung gutes Geschäftsjahr 2014 blickt die MEGA eG zurück: Neben einem Umsatzplus von 2,9 % Euro konnte das Eigenkapital erneut gestärkt werden. Der Umsatz der MEGA Gruppe insgesamt betrug rund 380 Mio. Euro. Auch mit der Übernahme von Teilen eines maßgeblichen süddeutschen Wettbewerbers wurde die Marktposition weiter ausgebaut.

Nach einem Rekordumsatz von 15 Mio. Euro auf der MEGA MESSE im April ist Vorstandsvorsitzender Volker König auch optimistisch für das Geschäftsjahr 2015. „2014 konnten wir Marktanteile gewinnen und die Unternehmenskennzahlen weiter verbessern“, bilanzierte König auf der Generalversammlung des Systemanbieters für Sanierung, Renovierung und Modernisierung. Das Eigenkapital stieg um 2,6 Mio. Euro auf 49,6 Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote liegt jetzt bei 45,1%. Der Jahresüberschuss wuchs auf 2,1 Mio. Euro (2014: 2,0 Mio. Euro). Die Geschäftsentwicklung im laufenden Jahr ist König zufolge ebenfalls positiv. Auf der diesjährigen Messe habe man an zwei Tagen so viel Umsatz erzielt wie die gesamte Branche an einem normalen Arbeitstag. „Im Gegensatz zu den meisten Wettbewerbern liegen wir bis Ende Mai 2015 mit einem Umsatzwachstum von 4 % deutlich im Plus.“ König unterstrich die Bedeutung der MEGA als Unternehmen in genossenschaftlicher Rechtsform für den Gesamtmarkt: „Bei vielen Lieferanten für das Maler-, Stuckateur- und Bodenlegerhandwerk leisten wir einen entscheidenden Beitrag zur Grundauslastung, ohne die eine gesunde Geschäftsentwicklung für diese Mittelständler nicht möglich wäre.“ Für die MEGA als berufsständisches Unternehmen sei es deshalb wichtig, mit der Marktentwicklung Schritt zu halten, Volumen zu bündeln und ein akzeptierter Verhandlungspartner zu bleiben. So habe man 2014 auch die teilweise Übernahme des ehemals im bayrischen Raum marktführenden Großhandelsunternehmens Gnatz bewältigen können: „Wir übernahmen die sechs Münchener Standorte. Rosenheim gaben wir an unsere Beteiligung Murschhauser weiter und mit den Niederlassungen in Kempten, Augsburg und Friedrichshafen besiegelten wir die Beteiligung an dem Farbengroßhandel Schmid in Memmingen, einem sehr gesunden bayrischen Handelshaus mit nunmehr 10 Standorten zwischen München und dem Bodensee.“ Das geplante Umsatzvolumen der strategischen Beteiligungs- bzw. Kooperationspartner der MEGA betrage mittlerweile rund 50 Mio. Euro, so König auf der Generalversammlung.

Als berufsständische Genossenschaft könne die MEGA den Markt zugunsten ihrer Kunden und Mitglieder im Handwerk beeinflussen, den Wettbewerb erhalten und preiswerte Dienstleistungen anbieten. „Deshalb müssen wir dabei sein, wenn die Konzentration im Großhandel ungebremst weiter läuft“, betonte König. „Die MEGA hat für das Handwerk mehr Werte geschaffen als alle anderen großen namhaften Marktteilnehmer zusammen.“ So habe man in den letzten zehn Jahren mehr als 30 Millionen Euro an die Handwerker ausgeschüttet und ein wertvolles Unternehmen aufgebaut, das ausschließlich Handwerkern gehört. Im abgelaufenen Jahr sind 289 neue Mitglieder zur MEGA gestoßen. Deren Gesamtzahl stieg auf 5.600. „Mit einer attraktiven Dividende von 6 % bzw. 1 Mio. € nach Steuern haben wir in einem nicht einfachen Marktumfeld Kontinuität gezeigt“, sagte der Vorstandsvorsitzende der MEGA.

Auch die zur MEGA Gruppe gehörende MKB Mittelstandkreditbank AG konnte mit ihren auf das Handwerk zugeschnittenen Finanzdienstleitungen ein gutes Jahresergebnis 2014 vorweisen. „Die Bank ist wieder gewachsen und war für viele Kunden ein wichtiger Partner. Die gerade erst vom Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) diagnostizierte Kreditklemme für kleinere Betriebe gibt es bei uns zumindest nicht“, unterstrich Volker König.

Die Generalversammlung war von großem Einvernehmen geprägt. Die Mitglieder und Eigentümer entlasteten den Vorstand einstimmig für seine Tätigkeit im Geschäftsjahr 2014. Auch der Aufsichtsrat wurde einstimmig entlastet.