09. Juli 2015

DAW: Diskussion um die „Zukunft Wärmedämmung“

15-07-08_DAW-Dialog Ausbau und Fassade - DAW: Diskussion um die „Zukunft Wärmedämmung“
Dr. Antje Grobe (Dialog Basis) moderierten Podiumsdiskussion mit Frederik Stahl (Branddirektion Frankfurt), Ulf Sieberg (Naturschutzbund), Professor Dr. Matthias Lengfeld (Lengfeld & Wilisch Architekten BDA), Karl-August Siepelmeyer (Bundesverband Farbe Gestaltung Bautenschutz) und Dr. Christoph Hahner (DAW SE) (v.r.n.l.).Foto: DAW

Unter dem Motto „Zukunft Wärmedämmung“ hat das Unternehmen DAW SE mit Befürwortern und Kritikern aus den Bereichen Architektur, Handwerk, Feuerwehr, Immobilienwirtschaft, NGOs und privaten Bauherren die zentralen Schlüsselfragen zum Thema Wärmedämmung zusammengetragen, diskutiert und Lösungsmöglichkeiten für die Zukunft entwickelt. Die Ergebnisse dieses Dialogs wurden der Öffentlichkeit nun präsentiert. Ein Video dazu gibt es im Internet.

Professor Dr. Dr. Franz Josef Radermacher von der Universität Ulm verwies in seinem Vortrag „Nachhaltiges Bauen und Sanieren: Green Buildings der Zukunft“ darauf, dass die Emissionen jährlich um eine halbe Milliarde Tonnen CO2 steigen: „Alle großen Akteure melden Absenkungen des CO2-Verbrauchs, aber insgesamt steigen die Emissionen.“ Auch dadurch, dass einzelne Produktionen einfach in andere Teile der Welt verschoben werden. „Wenn wir ernsthaft das Zwei-Grad-Ziel erreichen wollen, muss weltweit viel passieren“, sagte Professor Radermacher. Ein großer Teil der fossilen Energien müsse in der Erde bleiben, wenn die CO2- Einsparungen erzielt werden sollen.

Schaut man sich die einzelnen Sektoren an, in denen energieeffiziente Maßnahmen wirkungsvoll umgesetzt werden können, so sind die Immobilien ein großes Thema. Bei der Debatte um den Gebäudebestand gehe es nicht nur um 40 Prozent des Energieverbrauchs, sondern auch um 50 Prozent der Eigentumswerte der Welt. Der Weg in eine andere Welt bedeute, die Gebäude umzubauen. Wer im Bereich der energetischen Sanierung arbeite, sei auf dem richtigen Weg. Es gehe aber vor allem darum, das Richtige richtig zu machen: Investiert man in Autos, in Strom oder in Gebäude, um die Zivilisation umzubauen? Und in welchem Rhythmus tut man das? Laut Radermacher könnten die Emissionen bei optimaler Vorgehensweise durch Gebäudesanierung global bis 2050 um 60 Prozent und bis 2080 um 80 Prozent verringert werden.

Video von der Abschlussveranstaltung am 10. Juni in Frankfurt hier online anschauen.