24. August 2015

Hessen: Bauhauptgewerbe kommt 2015 nur langsam in Schwung

15-08-25_Bau_Hessen Ausbau und Fassade - Hessen: Bauhauptgewerbe kommt 2015 nur langsam in Schwung
Das hessische Bauhauptgewerbe kam in der ersten Jahreshälfte 2015 nicht richtig in Schwung. Jarmila Zahradka/Pixelio.de

Das hessische Bauhauptgewerbe kam in der ersten Jahreshälfte 2015 nicht richtig in Schwung. Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, sanken sowohl die baugewerblichen Umsätze als auch die Beschäftigung gegenüber dem ersten Halbjahr 2014 um 7,4 Prozent beziehungsweise 2,1 Prozent.

 Diese Entwicklung überraschte, vor allem vor dem Hintergrund anhaltend niedriger Zinsen und eines leichten Anstiegs der geleisteten Arbeitsstunden, die um 0,3 Prozent über dem Niveau von Januar bis Juni 2014 lagen. Da die umsatzstarken Monate für das Bauhauptgewerbe allerdings noch bevorstehen, könnte sich die Entwicklung noch ins Positive wenden.

Grund zur Hoffnung gaben die Auftragseingänge, die deutlich über dem Vorjahresniveau lagen. Insgesamt erhöhten sich die Neuaufträge gegenüber Juni 2014 um rund ein Viertel und stiegen auf über 344 Millionen Euro. Sowohl der Hoch- als auch der Tiefbau verzeichneten große Zuwächse, die im Bereich "Hochbau" bei 40,9 Prozent und einem Volumen von knapp 184 Millionen Euro lagen. Im Bereich "Tiefbau" war ein langsamer Aufwind zu verzeichnen: Das Vorjahresniveau wurde mit einem Volumen von knapp 161 Millionen Euro um 12,0 Prozent übertroffen.

Mit dem Monat Juni beginnen die umsatzstarken Monate im Bauhauptgewerbe. Der baugewerbliche Umsatz belief sich im Juni 2015 auf knapp 347 Millionen Euro. Der Vormonat Mai wurde damit zwar um 20,3 Prozent übertroffen, das Vorjahresniveau allerdings um 0,3 Prozent knapp verfehlt. Der baugewerbliche Gesamtumsatz setzt sich aus den drei Teilbereichen "Wohnungsbau", "gewerblicher und industrieller Bau" und "öffentlicher und Verkehrsbau" zusammen. Während der "Wohnungsbau" ein deutliches Plus von 40,3 Prozent und ein Volumen von mehr als 84 Millionen Euro aufwies, verblieben die übrigen Teilbereiche unter dem Vorjahresniveau. Mit einem Minus von 12,7 Prozent fiel der "gewerbliche und industrielle Bau" auf einen baugewerblichen Umsatz in Höhe von knapp 132 Millionen Euro und der "öffentliche und Verkehrsbau" fiel auf knapp 130 Millionen Euro (minus 4,3 Prozent).

Im Juni beschäftigte das Bauhauptgewerbe mit knapp 24 600 Personen 2,5 Prozent weniger Arbeitnehmer als im Vorjahresmonat. Damit setzte sich im Juni der anhaltende Trend der rückläufigen Beschäftigung fort.
Alle Zahlen beziehen sich auf Betriebe mit 20 oder mehr Beschäftigten.