18. September 2015

Zuwächse beim Neubau von Einfamilienhäusern erwartet

Architekten und Fachunternehmer erwarten, 2015 verstärkt vor allem im Einfamilienhausbau aktiv zu werden – ein Bausegment, das sich in den letzten Jahren eher verhalten entwickelt hat. Dies diesem Schluss kommt das Marktforschungsunternehmen Bauinfoconsult in einer aktuellen Trendstudie.

Neben dem allgemeinen Trend zu mehr Mehrfamilienhäusern erwarten die in der Studie befragten Architekten, Bauunternehmer und SHK-Installateure, die mehr als 50 Prozent ihres Umsatzes im Wohnungsbau erwirtschaften, in ihren Tätigkeitsregionen 2015 vor allem eine verstärkte Neubauaktivität bei Einfamilienhäusern (+70 Prozent).

Das deutet einerseits auf eine Stärkung dieses in den letzten Jahren wachstumsgehemmten Segments hin, darf aber andererseits auch nicht überinterpretiert werden: Denn natürlich bleiben Einfamilienhäuser weiterhin das zahlenmäßig größte Wohnungsbausegment, dass die Bautätigkeit in den Heimatregionen der Befragten prägen wird.

Dennoch zeigen die regionalen Prognosen, dass in einigen Gebieten mit besonders starken Genehmigungszuwächsen für das Einfamilienhaus gerechnet werden kann. So erwarten zum Beispiel die befragten Bauakteure im Bonner Raum einen lokalen Anstieg der Genehmigungen für Einfamilienhäuser. Ähnliches erwarten die Bremer und Hamburger Bauakteure für ihre Region.

Aber auch das Mehrfamilienhaussegment ist aus Sicht von 37 Prozent der Befragten in ihren Heimatregionen 2015 ein Wachstumskandidat. So prognostizieren die Bauakteure zum Beispiel für den Stuttgarter Raum, Magdeburg oder die Saar-Region eine verstärkte Bautätigkeit im Geschosswohnungsbau.

Insgesamt bleibt festzuhalten, dass bei den beiden Kernsegmenten des Wohnungsbaus die Erwartungen der aktuell Befragten gegenüber den Erwartungen aus der Befragung von 2014 angestiegen sind – was durchaus dem deutschlandweiten Trend im Wohnungsbau entspricht.