24. September 2015

Holzfassade in Europa auf dem Vormarsch

664264_original_R_K_B_by_RainerSturm_pixelio.de Ausbau und Fassade - Holzfassade in Europa auf dem Vormarsch
Foto: Rainer Sturm/pixelio.de

Europaweit betrachtet erwarten die Architekten für die nächsten fünf Jahre zwei Haupttrends bei den konstruktiven Fassadenmaterialien. So glauben insbesondere die deutschen Planer, dass Holz als Fassadenmaterial zulegen wird – ähnlich sehen dies auch ihre belgischen und französischen Kollegen. Allerdings werden keramische Fassadenplatten nach Meinung der deutschen Architekten in den nächsten fünf Jahren eher weniger verbaut werden – wenn man das Gesamtsaldo aus positiven und negativen Erwartungen betrachtet.

Die Architekten aus Großbritannien, den Niederlanden und Polen glauben hingegen, dass zukünftig mehr Architekturglas als Fassadenmaterial genutzt wird. In Spanien und Italien werden bei der Fassadenkonstruktion jedoch andere Trends gesehen: So glauben die spanischen Architekten an einen verstärkten Einsatz von Hochdruck-Schichtpressstoffplatten, während die italienischen Planer die klassischen Beton- und Stuckarbeiten auf ihrer Liste haben.

Diese und viele weitere Ergebnisse und Trends zu den europäischen Baumärkten findet man im europäischen Architektenbarometer, einer internationalen Untersuchung, die unter 1.600 Architekten in Europa erhoben wird. Die Studie wird in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Großbritannien, den Niederlanden, Belgien und Polen viermal im Jahr von Arch-Vision durchgeführt. Neben Indikatoren für die Vorhersage des europäischen Bauvolumens wird jedes Quartal ein Thema in den Mittelpunkt gestellt. In 2. Quartal 2015 lautete das Thema "architektonische Design- und Techniktrends". Architekten können nicht nur als verlässliche Quelle für Informationen zur künftigen Baukonjunktur verwendet werden, sondern ihre Rolle ist überhaupt zentral, da sie großen Einfluss darauf haben, wie Projekte gebaut und welche Materialien verwendet werden.

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