06. Oktober 2015

Gesamtverband Dämmstoffindustrie GDI löst sich auf

Der Gesamtverband Dämmstoffindustrie GDI e.V. i.L. steht nach beinahe vier Jahrzehnten vor seiner Auflösung. Ab 1. Oktober 2015 befindet sich die Vereinigung offiziell in Liquidation. Mit diesem Schritt sei ein Neuanfang nach den öffentlichen Diskussionen zur Wärmedämmung notwendig, äußert sich der GDI zu den Gründen.

In einer offiziellen Mitteilung „in eigener Sache“ heißt es: Zum Teil schwerwiegende Diskussionen in der Öffentlichkeit zum Thema Gebäudeenergieeffizienz und Wärmedämmung in Verbindung mit direkten Angriffen auf industrielle Dämmstoffe des GDI machen einen Neuanfang notwendig. Damit soll den gesellschaftlichen Erfordernissen der Zeit entsprochen werden. Es fanden schon Tage nach der formalen Kündigung der GDI-Fachverbände Gespräche aller Beteiligten statt, um diesen Neuanfang gestärkt zu organisieren. Die Bemühungen werden in den kommenden Wochen und Monaten fortgesetzt.

Zum Schluss wird in diesem Schreiben darauf hingewiesen, dass die Dämmstoffindustrie in Berlin nicht ohne Stimme sein dürfe. Zu wichtig sei das Gelingen der Energiewende mittels Steigerung der Gebäudeenergieeffizienz durch Wärmedämmung. Im Konzert mit Fenster, Heizung und auch der erneuerbaren Energien bleibt die Dämmung der Gebäudehülle ein wichtiger Eckpfeiler zur Energieeinsparung und damit der Ressourcenschonung, des Umweltschutzes durch CO2-Einsparung sowie der Steigerung der Haushaltseinkommen.

Rückblick

In der Mitteilung gibt der Verband folgenden Rückblick auf seine Tätigkeit und sein Wirken:

Der GDI war für seine Mitgliedsverbände Industrieverband Hartschaum e.V. (IVH), Industrieverband Polyurethan-Hartschaum e.V. (IVPU), Fachvereinigung Polystyrol-Extruderschaumstoff (FPX) und Fachverband Mineralwolleindustrie e.V. (FMI) ein angesehener Gesprächspartner der Bundesregierung und des Deutschen Bundestag bei der Fachdiskussion über die verschiedenen Wärmeschutz- und Energieeinsparverordnungen.

Er war sowohl Ansprechpartner der Bundesländer als auch des Deutschen Instituts für Bautechnik (DIBt) in Diskussion über die Umsetzung zahlreicher Verordnungen in die Bauordnungen der Länder.

Gemeinsam mit der Glas- und Fensterindustrie sowie der Heizungsindustrie hat der GDI zusammen mit der Deutschen Energie-Agentur (dena) insbesondere für die Einführung des Energiebedarfsausweises und dessen politische Akzeptanz gekämpft.

In diesem Bewusstsein ist die formale Auflösung des GDI zum Ende 2015 als die Chance zu einer noch effizienteren Beteiligung und Gestaltung der politischen Rahmenbedingungen zum Gelingen der Energiewende zu verstehen.

Quelle: GDI