16. Dezember 2015

Architekten und Stuckateure kooperieren

Die Fassade gehört zu den Bauwerksteilen eines Gebäudes mit dem höchsten Innovationspotenzial. Um so wichtiger ist es, Konstruktion, Baustoffe und Beschichtungen sowie die Integration von Technik und Bauteilen einer intelligenten Fassade unter qualitativen und designorientierten Gesichtspunkten weiterzuentwickeln. Diese Thesen von Rudolf Voos, Geschäftsführer des Bundesverbandes Ausbau und Fassade, wurden bei einem Workshop beim Baufarben- und Dämmsystem-Hersteller Caparol in Ober-Ramstadt mit Hoch- und Meisterschulen sowie Fachleuten aus der Branche diskutiert.

Gemeinsam mit Caparol hat der BAF das Projekt „Design trifft Funktion“ initiiert. Hierbei werden neue Lösungen für die Fassade sowohl technisch als auch gestalterisch überlegt. Meisterschüler und Studenten sollen sich mit unterschiedlichen Thematiken auseinandersetzen; das können die Integration von Bauteilen, Anschlüsse, Befestigungstechnik und Gestaltung sein. Denn Praktiker und Hochschul-Absolventen werden im späteren Berufsleben gleichermaßen Lösungen für Fassaden bieten müssen, die sowohl funktional als auch optisch ansprechen.

„An der Fassade gibt es viel zu tun“, weiß Rudolf Voos. „Deshalb sind wir zusammen mit dem Kompetenzzentrum für Ausbau und Fassade in Rutesheim an mehrere Hoch- und Meisterschulen mit dem Vorschlag herangetreten, sich ein Semester lang intensiv mit der Gebäudehülle zu beschäftigen.“ Für dieses Zukunftskonzept haben sich Tandems gefunden. Sie bestehen aus der Hochschule Bochum und der Handwerkskammer Südwestfalen, der Hochschule Darmstadt und der Bundesfachschule (Meisterschule) für Stuckateure Heilbronn sowie der Hochschule für Technik Stuttgart und dem Bildungszentrum für Ausbau und Fassade Leonberg.

Während des Workshops im Caparol-Informations- und Schulungszentrum gab es Gelegenheit, erste Überlegungen für Lösungen an der Fassade anzustellen. Dabei kamen den jetzt gegründeten „Tandems“ aus Meisterschule und Hochschule schnell gute Ideen. Die nun in der Realisierung befindliche Arbeitsphase soll schon bald erste Ergebnisse liefern, die auf der internationalen Fachmesse „Farbe – Ausbau & Fassade“ 2016 im März in München präsentiert werden (Halle 2, Stand Nr. A2.114 und A2.115).