25. Januar 2016

Energetischen Sanierung: Heizung und Fassade im Trend

Statt einer kostspieligen Komplettmodernisierung konzentrieren sich die Ertüchtigungsmaßnahmen bei der energetischen Sanierung meistens auf einzelne Gebäudeteile - wie etwa Heizung, Dach, Fenster oder Fassade. In den kommenden drei Jahren wird die Nachfrage insbesondere bei den Heizungsanlagen und den Fassaden anziehen. Das ist das Ergebnis der Marktforschung von Bauinfo Consult.

Betrachtet man die einzelnen Gebäudeteile, so zeichnen sich für die nächsten drei Jahre gewisse Nachfragetrends in der energetischen Sanierung ab. So glauben 57 Prozent der in der aktuellen Jahresanalyse telefonisch befragten 360 Branchenakteure, dass der größte Nachfrageschub bei Heizungsanlagen zu erwarten ist. 45 Prozent der Architekten und Fachhandwerker sehen in den kommenden drei Jahren zusätzlich die energetische Sanierung von Fassaden und Mauerwerken auf dem Vormarsch. Interessanterweise wird ein Nachfragezuwachs im Dach und Kellerbereich nur von 14 bzw. 8 Prozent der Befragten prognostiziert – obwohl diesen beiden Gebäudeteilen bei der energetischen Sanierung aus bauphysikalischer Sicht auch eine große Bedeutung zukommt.

Dass diese beiden Gebäudeteile nicht besonders im Fokus liegen, hängt unter anderem mit den unterschiedlichen Förderungsmechanismen zusammen. So zielen etwa die meisten Förderanreize aus dem KfW-Topf auf die Fassadendämmung und die Heizungsmodernisierung. Die energetische Ertüchtigung von Dach- und Kellerbereichen wird von der Regierung hingegen nicht so stark gefördert. Hinzu kommt, dass viele Verbraucher beim Thema Energieeffizienz die Bereiche Fenster, Türen, Dach und Keller gar nicht so im Blick haben. Hier empfiehlt BauInfoConsult den betroffenen Herstellern ihre Marketingkommunikation auf diesen Umstand hin zu prüfen und gegebenenfalls anzupassen.