01. Februar 2016

Ende der Übergangsfrist für Asbest-„Altbescheinigungen“

281066_original_R_K_by_marctwo_pixelio.de Ausbau und Fassade - Ende der Übergangsfrist für Asbest-„Altbescheinigungen“
Abrissobjekt "Palast der Republik!": das Vorzeigeobjektes der ehemaligen DDR war Asbest verseucht. Foto: marctwo/pixelio.de

Mit den Änderungen der Gefahrstoffverordnung aus dem Jahr 2013 wurde eine Fortbildungspflicht für die Sachkunde nach TRGS 519 (Technische Regel für Gefahrstoffe) eingeführt. Diese besagt, dass Sachkundenachweise nur noch eine Gültigkeit von sechs Jahren haben und dass „Altbescheinigungen“, die vor dem 1. Juli 2010 erworben wurden, nur noch bis 30. Juni 2016 gültig sind.

Das bedeutet konkreten Handlungsbedarf für Verantwortliche: Kommen sie innerhalb dieser Frist der Fortbildungspflicht nicht nach, verlieren die Sachkundenachweise ihre Gültigkeit und ein Grundlehrgang wird fällig ¬– das kann zu Ausfällen des Sachkundigen von bis zu fünf Tagen führen, was wiederum auf der Baustelle zu kostspieligen Verzögerungen führt.

Zur Verlängerung der Sachkundenachweise muss während der Geltungsdauer ein behördlich anerkannter Fortbildungslehrgang besucht werden. Damit verlängert sich die Sachkunde gemäß Anhang I, Nummer 2.4.2, Absatz 3, Satz 6 GefStoffV um sechs Jahre, gerechnet ab dem Datum des Nachweises über den Abschluss des Fortbildungslehrgangs. Zu beachten ist auch, dass Sachkundenachweise nach Anlage 5 der bis Dezember 2013 geltenden TRGS 519 am 30. Juni 2016 ablaufen und nicht durch den Besuch eines Fortbildungslehrgangs verlängert werden können. Dieser setzt einen Grundlehrgang nach Anlage 3 oder 4 der TRGS 519 voraus.

Quelle: TÜV Süd

Weitere Informationen: http://www.tuev-sued.de/akademie/gefahrstoffe.