09. März 2016

Deutsches Know-how für den spanischen Stuckateurnachwuchs

16-03-09_Erasmus Ausbau und Fassade - Deutsches Know-how für den spanischen Stuckateurnachwuchs
Spannend war die Betriebsbesichtigung der Schwenk Putztechnik für die Lehrlinge aus Spanien. Foto: Schwenk Putztechnik

Neue Perspektiven und Impulse für spanische Nachwuchsstuckateure: 13 junge Erasmus-Lehrlinge aus Málaga bekamen jetzt im Werk der Schwenk Putztechnik in Allmendingen neue Einblicke in die deutschen Dämmtechniken und -standards. Vor allem Wärmedämm-Verbundsysteme auf Holzfaser-Basis waren zentrales Thema der Schulung.

In den interessanten Vorträgen erfuhren die Jungstuckateure von den Experten der Schwenk Putztechnik alles über die Besonderheiten und Vorteile von Holzfaser-Dämmstoffen, aber auch, welche Anforderungen es bei der Montage zu beachten gilt. Krönender Abschluss war die Werksführung, bei der die Lehrlinge und die drei mitgereisten spanische Berufsschullehrer einen Blick hinter die Kulissen werfen konnten.

„Die spanische Stuckateurbranche unterschiedet sich sehr stark von der in Deutschland. Nicht nur, was die Tugenden wie Pünktlichkeit im Handwerk angeht, sondern auch in Hinblick auf das Thema Fassadendämmung. In Spanien wird meist noch auf EPS-Dämmstoffe, also Polystyrol-Hartschaumplatten, gesetzt, während in Deutschland schon seit langem auch biogene Dämmstoffe Standard sind“, erklärt Karl-Walter Schwenkel, Verkaufsleiter bei Schwenk, nur einige deutsch-spanische Unterschiede.

Im Fokus der Schulung standen deshalb vor allem Wärmedämm-Verbundsysteme auf Holzfaser-Basis, wie sie auch die Schwenk Putztechnik in Zusammenarbeit mit Steico anbietet. Es wurden dabei nicht nur die Vorteile der umweltfreundlichen Dämmstoffe beleuchtet. Bauberaterin Bettina Hahn wies in ihren Vorträgen auch auf die besonderen Anforderungen und möglichen Probleme bei der Montage der Holzfaserplatten hin. „Besonders Sockel, Balkon, Fenster und Fensterbänke sind oft knifflige Stellen bei der Anbringung der Dämmplatten. Da muss man wirklich bis ins kleinste Detail präzise arbeiten. Eine sorgfältige Planung im voraus und natürlich auch qualitativ hochwertiges Material sind dabei das A und O“, erklärte die Expertin denn ausländischen Gästen.

Wie dick oder dünn muss der Putz sein und wie wird er richtig verarbeitet? Auch das erfuhren die Lehrlinge aus Spanien von der Putz-Spezialistin. Auf großes Interesse stieß dabei vor allem auch die Biozid-Thematik. „Über umweltfreundliche, biozidfreie Dämm-Alternativen wird in Spanien bislang nur wenig diskutiert. Das enorme Interesse unserer Gäste zeigt, dass sich das bald ändern könnte. Wir in Deutschland sind in diesem Bereich ja schon seit längerer Zeit innovativ“, so Hahn. Auch die Schwenk Putztechnik bietet mit ihrem System „Aqua Pura Vision“ eine biozidfreie Alternative zu herkömmlichen WDVS an.

Das Know-how der Experten von Schwenk beeindruckte nicht nur die Lehrlinge, sondern auch Walter Söhner. Er ist Lehrer am Leonberger Berufsschulzentrum und Gründer der Deutsch-Spanischen-Bildungspartnerschaft mit dem „Instituto Esenanza La Roselada“ in Málaga. „Die Schwenk Putztechnik, als kompetenter Anbieter mineralischer Dämmsysteme, ist für unser Austausch-Projekt eine hervorragende Adresse. Hier bekommen die spanischen Lehrlinge den Input, den sie brauchen, um sich nach ihrer Ausbildung erfolgreich auf dem Markt behaupten zu können. Vor allem in Spanien ist das kein Kinderspiel und viele Stuckateure laufen leider Gefahr, nach der Ausbildung erst einmal ohne Job dazustehen“, so Söhner.

Krönender Abschluss der Schulung war die anschließende Werksführung, bei der Lehrlinge und Lehrer einen Blick hinter die Kulissen der Schwenk Putztechnik werfen konnten. „Es war eine wirklich rundum gelungene Veranstaltung. Das große Interesse der Lehrlinge und die zahlreichen Nachfragen haben gezeigt, dass wir mit unseren Vorträgen genau den richtigen Nerv getroffen haben“, freut sich die Bauberaterin Bettina Hahn.