08. April 2016

Konsum bei Sparmotiven wieder auf Platz 1

Die von der EZB verordneten Mini-Zinsen geben dem Sparziel „Konsum/Langfristige Anschaffungen“ erneut Auftrieb. Das ist das wesentliche Ergebnis der Frühjahrsumfrage 2016 zum Sparverhalten der Deutschen. TNS Infratest befragte dazu im Auftrag des Verbandes der Privaten Bausparkassen zum 56. Mal über 2.000 Bundesbürger im Alter von über 14 Jahren.

Fragt man die Deutschen, wofür sie langfristig sparen, stellt man erneut eine Verschiebung fest: Das Sparmotiv „Konsum/Langfristige Anschaffungen“ hat es im Frühjahr 2016 mit 61 Prozent wieder auf Platz 1 geschafft. Gegenüber dem Herbst 2015 bedeutet dies einen deutlichen Anstieg von 8-Prozentpunkten. Erst auf Platz 2 kommt jetzt die „Altersvorsorge“ mit 59 Prozent der Nennungen – nach zuvor 60 Prozent. Auf Platz 3 der Rangliste folgt traditionell mit nun 43 Prozent das Sparmotiv „Wohneigentum“. In der letzten Umfrage wurde es noch von 44 Prozent genannt.

Bemerkenswert ist auch, dass sich die aktuell häufiger genutzten Geldanlagen (siehe Pressemitteilung vom 29. März 2016) Investmentfonds und Aktien nicht in einem Zuwachs beim Sparmotiv „Kapitalanlage“ widerspiegeln. Hier ist sogar ein Rückgang von 30 auf 28 Prozent zu verzeichnen. Die Wahl der Geldanlagen wird offensichtlich eher vom allgemeinen Trend zu Sachwerten und einer damit einhergehenden Vermögensumschichtung als von einem speziellen Sparmotiv bestimmt.

Einen Zuwachs um jeweils 1-Prozenpunkt auf 5 Prozent verzeichnen die Sparmotive „Ausbildung der Kinder“ und „Notgroschen/Reserve“.