17. Mai 2016

Neuer Fachverband Einblasdämmung gegründet

Der Fachverband Einblasdämmung hat das Ziel, Einblassysteme öffentlich bekannt zu machen. Foto: Austroflex Steinwolle

Hohlräume können bei Drempeln, Versorgungsschächten, Kaltdächern, Gewölben oder vorgehängten Fassaden entstehen, um nur einige Anwendungen zu nennen. Um das Wissen zu diesen Anwendungen voranzutreiben, hat sich der Fachverband Einblasdämmung FVED.net im vergangenen Jahr gegründet.

Erst, wenn man herausgefunden hat, wohin das Geld verschwindet, kann man etwas dagegen tun. Manchem Bauherrn ergeht es so, wenn er in einem schwer zugängigen Teil seines Hauses auf einen Hohlraum stößt, der unzureichend oder gar nicht gedämmt ist. Da sieht man vor seinem geistigen Auge die 100 Euro Scheine in Form von Heizkostenabrechnungen im wahrsten Sinne des Wortes in Rauch aufgehen.

Solche Hohlräume sind mit normalen Dämmplatten schwer zu isolieren, weil sie die Eigenschaft haben, sehr ungleichmäßig in Oberfläche und Abmessung zu sein. Helfen können da sogenannte Einblassysteme, bei denen Dämmstoff in loser Form in die Hohlräume eingebracht wird. Es stehen verschiedene Materialien zur Verfügung und die Arbeit wird von spezialisierten Handwerksunternehmen durchgeführt. So etwas geht schnell und kostengünstig und oft von außerhalb des Gebäudes, das heißt mit vergleichsweise wenig Schmutz und Lärm.

Einblasdämmung ist in Deutschland noch relativ wenig verbreitet. Man kennt die sogenannte Kerndämmung vor allem aus dem zweischaligen Mauerwerk in Mittel- und Norddeutschland, wo nachträglich eine Dämmung zwischen Klinker und Hintermauerwerk eingebracht wird. Aber auch in anderen Gegenden Deutschlands gibt es viele komplexe Schwachstellen in Gebäuden, die energetisch gestopft werden können. Hohlräume können bei Drempeln, Versorgungsschächten, Kaltdächern, Gewölben oder vorgehängten Fassaden bestehen, um nur einige Anwendungen zu nennen. Um das Wissen zu diesen Anwendungen voranzutreiben, hat sich der Fachverband Einblasdämmung FVED.net im letzten Jahr gegründet. In ihm haben sich Industrien und Verarbeiter der unterschiedlichsten Gewerke zusammengeschlossen, die alle in diesem Bereich aktiv sind.

Laut FVED stellt die Einblasdämmung eine Schlüsseltechnologie in der energetischen Altbausanierung dar. Sie ist bauphysikalisch wirkungsvoll, kostengünstig aber in vielen Fachkreisen, Medien und der Politik relativ wenig bekannt. Dabei wird das Vorhandensein von Hohlräumen im Gebäudebestand und dessen Bedeutung für die energetische Altbausanierung häufig unterschätzt. Laut einer statistischen Datenerhebung sind mehr als 1 Mrd. m² aller thermischen Abschlüsse in Deutschland hohlschichtig und nur durch Einblasverfahren perfekt und preiswert zu erschließen.


Fachverband Einblasdämmung FVED,
Geschäftsführer Arnold Drewer,
Mönchebrede 16,
D-33102 Paderborn,
Homepage: http://www.fved.net