20. Mai 2016

Dämpfer für die Baukonjunktur

16-05-20_Soka_Bau Ausbau und Fassade - Dämpfer für die Baukonjunktur
Das effektive Arbeitsvolumen im März ist saisonbereinigt um 7 Prozent gegenüber dem Vormonat gesunken. Foto: Zahradka/Pixelio.de

Die Auswertung der von den Unternehmen der Bauwirtschaft an Soka-Bau übermittelten Beitragsmeldungen hat ergeben, dass das effektive Arbeitsvolumen im März saisonbereinigt um 7,0 Prozent gegenüber dem Vormonat gesunken ist.

Im Februar hatte das Arbeitsvolumen allerdings auch überaus kräftig um mehr als 10 Prozent zugenommen. Auch die Zahl der gewerblichen Arbeitnehmer sank nach dem Anstieg im Vormonat im März wieder, und zwar um 2,0 Prozent, und damit auf den niedrigsten Stand seit Ende 2013. Entsprechend des Rückgangs der geleisteten Arbeitsstunden sowie der Beschäftigten ging auch die Bruttolohnsumme kräftig zurück (-8,6 Prozent).

Im Zusammenhang mit der kräftigen Erholung in den Vormonaten kann die aktuelle konjunkturelle Lage allerdings immer noch als gut bezeichnet werden. So liegt das Arbeitsvolumen im Zwei-monatsdurchschnitt Februar/März rund 7 Prozent über dem Niveau vom Dezember/Januar. Die Früh-indikatoren deuten darüber hinaus an, dass sich die gute Baukonjunktur fortsetzt. Zwar sind die (volumenmäßigen) Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe im Februar um 1,5 Prozent gegenüber dem Vormonat gefallen. Die Baugenehmigungen im Hochbau zeigen aber weiter nach oben. Im Februar haben sie mit einem Anstieg um 8,6 Prozent nochmals kräftig zugelegt und sind auf das höchste Niveau seit 1998 gestiegen.

Der Wohnungsbau profitiert weiter von niedrigen Zinsen und der steigenden Beschäftigung und damit verbundener guter Einkommenssituation. Im Februar ist die sozialversicherungspflichtige sogar beschleunigt gestiegen. Unklar ist hingegen die von der Bundesregierung geplante steuerliche Förderung des Mietwohnungsneubaus (MietwBauFördG), nachdem der Finanzausschuss die Beschlussfassung über den von der Bundesregierung eingebrachten Entwurf abgesetzt hat.

Die Stimmung in der Industrie hat sich – nach der zwischenzeitlichen Eintrübung zu Jahresbeginn – wieder leicht verbessert, was die Aussichten für den Wirtschaftsbau verbessert. Der öffentliche Bau profitiert im Jahresverlauf zunehmend von den Investitionen im sozialen Wohnungsbau. Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie sowie der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes erwarten für dieses Jahr einen Anstieg des Umsatzes im Bauhauptgewerbe um 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr.