31. Mai 2016

Wohnkomfort wichtiger als Energieeffizienz

Trotz aller politischen Bemühungen stockt die notwendige energetische Sanierung und die privaten Investitionen sind rückläufig. Nach dem diesjährigen „Healthy Homes“-Barometer könnte ein möglicher Grund sein, dass die Deutschen mit ihrem Wohnumfeld überdurchschnittlich zufrieden sind und wenig Renovierungsbedarf verspüren. So zeigt die von Velux initiierte Studie, dass für die Menschen in Deutschland die Steigerung des Wohlbefindens in ihrem Zuhause der wichtigste Grund zur Renovierung wäre.

Die Studie zeigt, dass die Steigerung des allgemeinen Wohlbefindens für die Befragten der oberste Beweggrund wäre, in eine Renovierung zu investieren. Erst danach folgen die Reduzierung der Energiekosten, eine Verbesserung der Innenraumluftqualität und eine bessere Tageslichtversorgung. Aber auch wenn 78 Prozent der Deutschen angeben, dass es ihnen sehr wichtig wäre, im Falle einer Renovierung Energiekosten einzusparen, ist der Wunsch, Kosten zu sparen, nicht gleichzusetzen mit einer Bereitschaft zur Renovierung. Denn einer Energiekosteneinsparung stehen immer entsprechende Investitionskosten gegenüber. Klimaschutz und Energiekosten sind deshalb alleine ohne Berücksichtigung von Komfortbedürfnisse keine ausreichende Triebfeder für energetische Sanierungen.

„Um die Investitionsbereitschaft der Menschen für Modernisierung und energetische Sanierungen zu erhöhen, müssen wir zunächst besser verstehen, was gute Wohnbedingungen für Hausbesitzer, Vermieter und Bewohner bedeuten und welche Wohnfaktoren den Menschen wichtig sind“, sagt Till Reine, Leiter Public Affairs, Velux Deutschland.

Im Rahmen des diesjährigen „Velux Healthy Homes Barometers“ wurden insgesamt 14.000 Europäer in 14 Ländern zu Gesundheit, Umweltauswirkungen und Energieverbrauch ihres Zuhauses befragt.

Das deutsche Healthy Homes Barometer 2016 steht hier zum Download bereit.