02. August 2016

Handwerk setzt auf Digitalisierung

Die Digitalisierung der Arbeitswelt steckt voller Chancen für das deutsche Handwerk. 83 Prozent der Führungskräfte von Handwerksorganisationen stimmten in einer aktuellen Sonderumfrage des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH) so ab. Das Handwerk arbeitet daran, mit Hilfe der Digitalisierung neue Geschäftsfelder und Kundengruppen zu erschließen, sowie Arbeitsprozesse zu optimieren. "Neues wagen, Innovationen vorantreiben – das macht seit jeher den Erfolg des Handwerks aus", kommentiert ZDH-Generalsekretär Holger Schwannecke das Ergebnis.

Am für den digitalen Umbau notwendigen schnellen Ausbau leistungsfähiger Breitbandnetze hapert es bisher jedoch. 93 Prozent der Befragten kommen aufgrund der Rückmeldungen der Unternehmen zu dem Schluss, dass der Ausbau außerhalb der Ballungszentren mit den Notwendigkeiten digitaler Geschäftsprozesse nicht Schritt hält. Schwannecke mahnt daher Handlungsbedarf bei der Politik an: "Nur mit einer zukunftsfähigen Infrastruktur auf Glasfaserstandard können Handwerksbetriebe ihre Ziele umsetzen. Deutschland darf digital nicht abgehängt werden."

95 Prozent der Befragten plädieren zudem dafür, dass seitens der Politik in allen Wirtschaftsbereichen eine Transformation hin zu digitalen Geschäftsmodellen angestrebt werden muss. Eine gezielte Unterstützung nur einzelner Bereiche – Stichwort "Industrie 4.0" - reicht dem Handwerk nicht.

Hinweis: Die Erfordernisse im Zusammenhang mit der Digitalisierung und die Auswirkungen auf das Handwerk greift die "Digitale Agenda des Handwerks" auf, die das ZDH-Präsidium im Juni 2016 verabschiedete.

Die Digitale Agenda des Handwerks