30. August 2016

Arbeitsunfälle am Bau: Rückgang deutlich abgeschwächt

705415_original_R_by_Thorben-Wengert_pixelio.de Ausbau und Fassade - Arbeitsunfälle am Bau: Rückgang deutlich abgeschwächt
2015 lag die Unfallquote je 1000 Beschäftigte bei 55,49 Fällen. Foto: Thorben Wengert/pixelio.de

"Der Rückgang der Arbeitsunfälle hält an: 2015 verunglückten 102.333 Beschäftigte, 1.398 weniger als im Vorjahr." Das berichtete Klaus-Richard Bergmann, Hauptgeschäftsführer der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) am 26. August 2016 in Berlin. Die jahrelange Tendenz setze sich zwar fort, verlangsame sich jedoch stetig.

Aus konjunkturbereinigter Sicht gehen die Zahlen ebenfalls langsamer zurück: 2015 lag die Unfallquote je 1.000 Beschäftigte bei 55,49 Fällen. Im Vergleich zum Vorjahr ist sie mit minus 0,68 Prozent nur leicht zurückgegangen. In früheren Vorjahresvergleichen war diese Quote häufig um fünf bis acht Prozent geschrumpft.

Die BG BAU registrierte im Jahr 2015 sogar 86 tödliche Unfälle, fünf mehr als im Vorjahr. Die häufigste Todesursache waren Abstürze, etwa von Dächern oder Baugerüsten. Viele der tödlichen Unfälle wurden durch herabfallende und kippende Teile, wie umstürzende Schalungselemente, Paletten oder die Ladung von Lkw verursacht. Einen weiteren Schwerpunkt stellen Maschinenunfälle dar.

ine gute Initiative, um Arbeitsunfälle nachhaltig zu vermeiden, seien nach Ansicht Bergmanns die Arbeitsschutzprämien der BG BAU gewesen: Finanzielle Anreize zwischen 250 und 2.000 Euro zur Anschaffung sowie Aus- und Nachrüstung von Arbeitsmitteln, Maschinen und Geräten, beispielsweise kompakte Hubarbeitsbühnen, Bautreppen sowie Arbeits- und Kleinstpodeste, können das betriebliche Arbeitsumfeld sicherer machen.