14. September 2016

BZB: Mehr Auszubildende - Stuckateure legen deutlich zu

16-09-14_ABJDuesseldorf Ausbau und Fassade - BZB: Mehr Auszubildende - Stuckateure legen deutlich zu
Die neuen Auszubildenden im BZB Düsseldorf.

Das neue erste Ausbildungsjahr 2016 im Bauhauptgewerbe beginnt mit 239 Lehrlingen in neun Berufen. Im Vergleich zu 2015 ist das ein Plus von 15 Prozent. Absolute Gewinner sind die Wärme- Kälte- und Schallschutzisolierer, die mit 171 Prozent  im Vergleich zum Vorjahr am meisten zugelegt haben, statt sieben haben 19 Lehrlinge begonnen. An zweiter Stelle liegen die Stuckateure mit 56 Prozent plus, dicht gefolgt von den Zimmerern mit 43 Prozent  plus.

Nach wie vor ist die Ausbildung zum Fliesen- Platten- und Mosaikleger in Krefeld und Düsseldorf sehr beliebt. Auch hier konnten die BZB ein Plus von 28 Prozent  verzeichnen.

„Man spürt deutlich den Fachkräftebedarf und die starke Konjunktur in der Bauwirtschaft. Gerade die Ausbaugewerke, die in der Modernisierung bestehender Immobilien tätig sind, legen weiter zu. Ebenfalls spürbar ist die energetische Sanierung, die sich auch bei den Zimmerern und den WKS – Isolierern bemerkbar macht“, so BZB Leiter Markus Crone. Ein Gewerk nimmt aber weiterhin konstant ab, die Maurer. Die zwar immer noch stärkste Gruppe im Bauhauptgewerbe mit 61 Lehrlingen verzeichnet als einzige Gruppe ein Minus von 16%.

Trotz der leicht angestiegenen Ausbildungszahlen sind noch nicht alle Lehrstellen besetzt! 12 Maurer, zehn Straßenbauer, zehn Kanalbauer, sechs Stuckateure und fünf Beton- und Stahlbetonbauer werden aktuell zur Ausbildung von den Betrieben der Region gesucht. Besonders drastisch ist der Nachwuchsbedarf bei den Dachdeckern. Dort sind noch über 50 Lehrstellen unbesetzt.

Der Fachkräftebedarf ist offensichtlich immens!

Noch kann eine Ausbildung begonnen werden. Die BZB unterstützen dabei, sowohl Betriebe als auch ausbildungsbereite Jugendliche und junge Erwachsene zusammenzubringen. Sei es durch eine unterstützte Einstiegsqualifizierung oder Erprobungen und Orientierung in der Praxis im BZB oder durch Bewerbungstraining und Vereinbarung von Vorstellungsgesprächen und Probearbeiten. Wer Unterstützung möchte, kann sich gerne im BZB in seiner Nähe melden. Über solche Projekte sind in diesem Lehrjahr auch schon neun junge Menschen, die hier als Geflüchtete gelten, in die Ausbildung integriert worden. „In diesem Bereich engagieren sich immer mehr Unternehmen. Das ist sehr erfreulich.“

Eine weitere, nicht uninteressante Gruppe sind junge Menschen, die ein Studium begonnen, aber vorzeitig beendet haben und sich neu orientieren wollen. Durch direkte Ansprache und Bewerbung der Möglichkeit einer verkürzten Ausbildung konnten auch hier bereits mehrere neue Lehrlinge gewonnen werden.