21. September 2016

Naxos-Halle in Frankfurt wird zur Bühne für ausgezeichnete Architektur

16-09-21_Caparol_Architektur Ausbau und Fassade - Naxos-Halle in Frankfurt wird zur Bühne für ausgezeichnete Architektur
Bei der Preisverleihung des Architekturwettbewerbs stand das Thema "Nachhaltigkeit" im Vordergrund. Foto: Caparol

Die Naxos-Halle in Frankfurt stand am 14. September ganz im Zeichen des „Caparol Architekturpreises Farbe – Struktur – Oberfläche 2016“. Rund 500 Architekten, Planer und Honoratioren der Stadt waren gekommen, um der Preisverleihung beizuwohnen und die Preisträger zu ehren.

Die Industriehalle bot dabei eine würdige Kulisse und stand mit ihrem historischen Charme des vorigen Jahrhunderts im Kontrast zu den neuen Ideen im Umgang mit Farbe, Struktur und Oberfläche. Bei allen Projekten war neben den traditionellen Themen Gestaltung und Konstruktion ein Aspekt nahezu durchgehend wahrzunehmen: „Die Verantwortung der Architekten gegenüber ihrer Umwelt und der Gesellschaft“, stellte Maic Auschrat, Leiter des Objektmanagements der Caparol-Firmengruppe, fest, der die Preisverleihung moderierte. „Ressourcenschonendes Planen, das Umnutzen bestehender Gebäude, die Einbindung von Energiegewinnung und Energieeinsparung fanden nahezu in allen Arbeiten Beachtung. Das alles versammelt sich unter dem Begriff Nachhaltigkeit.“

Caparol lobt den Preis traditionell zusammen mit der Fachzeitschrift AIT aus – und verzichtet dabei bewusst auf die Bindung an Produkte aus dem Hause DAW. Die produktneutrale Auslobung sei einzigartig und verbunden mit einer Nominierungsjury Garant für höchste Qualität, so AIT-Chefredakteurin und Jurymitglied Petra Stephan. Diese nachhaltig hohe Qualität der Wettbewerbsarbeiten bekräftigten auch der Vorsitzende des Preisgerichts Philipp Auer (Auer Weber Architekten, Stuttgart) und der stellvertretende Vorsitzende Per Pedersen (Staab Architekten, Berlin).

Damit war die Bühne bereitet, um Jan Berni vom Schweizer Büro Gion A. Caminda für das Projekt „Tegia da vaut“ (Waldhütte) mit dem Caparol Architekturpreis 2016 auszuzeichnen. Den zweiten Preis nahm Tiina Parkkinen für das Projekt „Holzwohnbau Seestadt Aspern“ entgegen. Sie vertrat die Büros BERGER + PARKKINEN sowie querkraft architekten. Der dritte Preis ging für das Projekt „Antivilla“ an Thomas Burlon (Brandlhuber + Emde, Burlon Architektengesellschaft).  Mit Lobenden Erwähnungen bedacht wurden, Matthias Rühl (Meili & Peter Architekten AG), Amando Ruinelli (Ruinelli Associati AG Architetti SI), Thomas Gohr und Christian Wischalla (Schulz & Schulz Architekten) sowie peter haimerl architektur

Ausgezeichnet wurden auch die Sieger des Studentenwettbewerbs und die Professoren, die die Abschlussarbeiten betreuten. Weit weg und doch groß war die Freude über den Caparol-Architekturpreis bei Hannah Klug von der Universität Stuttgart. Sie grüßte per Videobotschaft aus Lima, um ihre von Professor Alexander Schwarz betreute Wettbewerbsarbeit „Ressource Stadt – ein Kulturforum für Lima“ nun in der peruanischen Hauptstadt auch umzusetzen. Der zweite Preis ging an Leo Bettini Oberkalmsteiner (TU München) und die von Professor Florian Nagler betreute Arbeit „Palco Pubblico – ein Wiedergewinnungsplan für die Altstadt von Ferrara“. Den dritten Preis erhielten Simone Prill und Kai Hikmet Canver von der Technischen Universität Berlin für ihre Arbeit „Haus der Stille – Klosterruine Lindow“.   

Über Lobende Erwähnungen freuten sich Lisa Schneider und Professor Renzo Vallebuona vom Karlsruher Institut für Technologie, Cristina Stacey Garcia und Professor Josef Lenz von der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Gestaltung (Konstanz) sowie Professor Florian Nagler von der Technischen Universität München, der die Auszeichnung für Maximilian Heidecker entgegennahm.