26. September 2016

Internationale Fachkompetenz bei der Denkmal in Leipzig

16-09-26_Denkmal Ausbau und Fassade - Internationale Fachkompetenz bei der Denkmal in Leipzig
Für die internationale Atmosphäre sorgen auf der Denkmal auch die ausländischen Aussteller. Foto: Denkmal

Seit der Erstveranstaltung im Jahr 1994 ist der europäische Kultur- und Wissenstransfer ein fester Bestandteil der Denkmal. Auch in diesem Jahr versammelt sich in Leipzig die Fachkompetenz aus dem In- und Ausland, wenn die europäische Leitmesse vom 10. bis 12. November 2016 zum zwölften Mal stattfindet.

Ausländische und international agierende Unternehmen aus Deutschland nutzen die Denkmal deshalb als unverzichtbare Geschäfts- und Informationsplattform, um ihr Produktportfolio und länderspezifisches Fachwissen zu präsentieren. In den Fachveranstaltungen wird die Denkmalpflege und Restaurierung auch über Ländergrenzen hinaus betrachtet.

Russland präsentiert sich erneut mit den drei Gemeinschaftsständen Russische Föderation, Moskau und St. Petersburg. Auch zahlreiche Unternehmen aus Polen, der Schweiz und Österreich zeigen ihr Leistungsspektrum. Konserwacje Zabytkow, ein polnischer Spezialist für keramische Baumaterialien, informiert über seine Produkte im Bereich Renovierung, Sanierung und Konservierung von Baudenkmälern. Bei Haga aus Rupperswil können Besucher mehr über die nachhaltigen Naturbaustoffe, Dämmstoffe, Putze und Farben des Unternehmens erfahren. Der Wiener Traditionsbetrieb all-color F. Windisch stellt seine Leinölfarben vor, die aus nachwachsenden Rohstoffen nach alten Rezepturen hergestellt werden.

Weitere auf der Denkmal bereits angemeldete Länder sind Frankreich, Italien, Dänemark, Belgien, die Niederlande, Schweden, Slowenien, Lettland, Ungarn, Tschechien und erstmals auch Kroatien. Sie zeigen, wie vielfältig sich die Denkmalpflege und Restaurierung im gesamteuropäischen Kontext darstellt. Für die internationale Atmosphäre sorgen nicht nur die ausländischen Aussteller, sondern auch deutsche Unternehmen, Handwerker und Restauratoren, die aufgrund ihres Know-hows ein hohes Ansehen im Ausland genießen.

Das komplexe und international besetzte Fachprogramm ist ein Markenzeichen der Denkmal. So finden fast 150 hochkarätige Kongresse, Fachveranstaltungen, Podiumsdiskussionen und Expertenrunden statt und es werden Best-Practice-Beispiele aus der nationalen und internationalen Restaurierung und Denkmalpflege vorgestellt.

Das Deutsche Nationalkomitee für Denkmalschutz (DNK) lädt zu einer „Einführung in das Europäische Kulturerbejahr“ ein. ICOMOS Deutschland und das Deutsche Archäologische Institut (DAI) beschäftigen sich unter dem Titel „Nach der Stunde Null – Aus Nachkriegserfahrungen für Syrien lernen?“ mit dem Thema Denkmalpflege, Archäologie und Städtebau als internationale Aufgabe. Das Forum für Baukultur widmet sich der Historie der chinesischen Hafenstadt Qingdao, einem deutschen Architekturerbe aus wilhelminischer Zeit unter chinesischem Denkmalschutz. Der europäische Denkmalschutz-Verbund Europa Nostra ist erstmals auch mit eigenen Veranstaltungen auf der Denkmal in Leipzig vertreten.

Das detaillierte Fachprogramm steht unter www.denkmal-leipzig.de/fachprogramm zur Verfügung.