13. Oktober 2016

Stuccatorenfest in Oberschwaben

Am 16. November 2016 jährt sich der Todestag von Dominikus Zimmermann zum 250. Mal. Neben Balthasar Neumann und Johann Michael Fischer zählt er zu den bedeutendsten Architekten und -Baumeistern Süddeutschlands im Übergang des Barock zum Rokoko. Der Gedenktag ist Anlass, das erste Stuccatorenfest Oberschwabens, das im Kloster Sießen stattfindet, zu begehen.

Fast vierzig Jahre lang baut und stuckiert Zimmermann von Landsberg aus Kirchen, Klöster, Pfarrhöfe und Privathäuser. Sein Hauptwerk, die Wieskirche, ist als UNESCO-Weltkulturerbe ein Aushängeschild Süddeutschlands. In Oberschwaben sind als wichtige Großbaustellen des Barock der Neubau der Klosterkirche in Sießen sowie die Wallfahrtskirche Steinhausen - auch weithin bekannt als „schönste Dorfkirche der Welt“ - zu nennen. Beide Werke realisiert er gemeinsam mit seinem älteren Bruder Johann Baptist.

Der Gedenktag ist Anlass für das erste Stuccatorenfest Oberschwabens. Es ermöglicht die Begegnung mit einem barocken Gesamtkünstler, der vor mehr als 250 Jahren in seinem Metier Maßstäbe gesetzt hat. Und die heutigen Stuckateurbetriebe der oberschwäbischen Innungen tun ein ebensolches, wenn auch mit anderem Schwerpunkt: Energie-Effizienz, gesundes Bauen, schönes Wohnen nach dem Geschmack von heute (der natürlich auch mal „barock“ sein darf). Am Stuccatorenfest werden Azubis und ein Mitglied des Nationalteams der Stuckateure versuchen, den Bogen von früher in die Gegenwart zu spannen.

Sie sind herzlich eingeladen, am 16. November dem „Baumeister und Stuccator“ Dominikus Zimmermann in vielen Facetten nachzuspüren. Sein Werk verbindet auch Menschen – nicht nur in Oberschwaben. Im beigefügten Prospekt finden Sie das vielfältige Programm des Festtages.