07. November 2016

Baukonjunktur weiter schwach

16-11-07_Soka-Bau Ausbau und Fassade - Baukonjunktur weiter schwach
Das Arbeitsvolumen sinkt im September erneut. Foto: Sturm/Pixelio.de

Die Auswertung der von den Unternehmen der Bauwirtschaft an Soka-Bau übermittelten Beitragsmeldungen hat ergeben, dass das effektive Arbeitsvolumen im September saisonbereinigt um 0,3 Prozent gegenüber dem Vormonat gesunken ist. In den beiden Vormonaten war das Arbeitsvolumen bereits gesunken. Die Zahl der gewerblichen Arbeitnehmer sank weiter, und zwar um 1,5 Prozent, während die Bruttolohnsumme um 1,3 Prozent zurückging.

Damit war die Baukonjunktur im gesamten dritten Quartal schwach, die Zahl der Arbeitsstunden sank gegenüber dem Vorquartal um 0,8 Prozent. Darüber hinaus deuten die Frühindikatoren kurzfristig auf keine Belebung hin. So sind die volumenmäßigen Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe im August bereits den dritten Monat in Folge geschrumpft (– 2,2 Prozent). Die Baugenehmigungen im Hochbau sind im August zwar wieder gestiegen (+ 8,3 Prozent zum Vormonat), liegen aber noch deutlich unter dem Niveau des zweiten Quartals. Allein die Genehmigungszahlen im öffentlichen Hochbau haben sich in den vergangenen Monaten behaupten können.

Dieser wird durch höhere Investitionen im sozialen Wohnungsbau gestützt. Auch die Rahmenbedingungen für den privaten Wohnungsbau sind weiter positiv: die Zahl der Erwerbstätigen ist weiter gestiegen und die Zinsen für Hypothekenkredite haben nach Zahlen der Deutschen Bundesbank im September sogar ein neues Allzeittief markiert. Der Preisanstieg bei Immobilien hat allerdings bereits dazu geführt, dass die Gesamtbelastung der Haushalte beim Immobilienerwerb (das Verhältnis der Annuität eines Hypothekenkredites zum verfügbaren Einkommen der Haushalte) in den vergangenen Monaten gestiegen ist.

Die Stimmung der Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes hat sich zuletzt weiter aufgehellt, so dass sich die Aussichten für den Wirtschaftsbau verbessern. Der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes und der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie erwarten für dieses Deutschen Bauindustrie erwarten für dieses Jahr einen Anstieg des Umsatzes im Bauhauptgewerbe um 5 Prozent gegenüber dem Vorjahr.