08. November 2016

ZDB: Regelung zu den Aus- und Einbaukosten separat beschließen

16-11-08-loewenstein Ausbau und Fassade - ZDB: Regelung zu den Aus- und Einbaukosten separat beschließen
Dr.-Ing. Hans-Hartwig Loewenstein, Präsident des Zentralverbandes Deutsches Baugewerbe. Foto: ZDB

Der Präsident des Zentralverbandes Deutsches Baugewerbe, Hans-Hartwig Loewenstein, fordert bei der Reform des Bauvertragsrechts die Regelungen zu den Aus- und Einbaukosten sowie zum Verbraucherschutz separat zu beschließen und davon die umstrittenen Vorschläge zum Bauvertragsrecht davon zu trennen.

„Der Gesetzentwurf zur Reform des Bauvertragsrechts besteht aus drei Teilen: Den Vorschlägen zu Aus- und Einbaukosten, zum Verbraucherschutz sowie zum Bauvertragsrecht. Um das Gesetzgebungsverfahren noch in dieser Legislaturperiode zu einem Abschluss zu bringen, fordern wir, die umstrittenen Vorschläge zum Bauvertragsrecht aus dem Gesetzentwurf herauszulösen und zurückzustellen, um so die im Koalitionsvertrag vorgegebenen Ziele eines verbesserten Verbraucherschutzes bei Bauverträgen und einer Regelung zu den Aus- und Einbaukosten verwirklichen zu können.“ Diese Forderung erhob der Präsident des Zentralverbandes Deutsches Baugewerbe, Dr.-Ing. Hans-Hartwig Loewenstein, im Vorfeld des Deutschen Baugewerbetages am 8. November in Berlin.

Hintergrund seiner Forderung ist, dass zu zentralen Fragen des Bauvertragsrechts weiterhin Uneinigkeit und noch erheblicher Diskussionsbedarf besteht. Hierzu zählt insbesondere das Anordnungsrecht des Bauherren sowie die daran anknüpfenden Vergütungsregelungen.

„Mit Blick auf den immensen Investitionsbedarf im Wohnungsbau wäre es unverantwortlich, die Praxis mit unausgegorenen bauvertraglichen Regelungen zu belasten. Dies würde sich negativ auf die Investitionstätigkeit auswirken. Darüber hinaus ist es nicht sinnvoll, für eine so komplexe Materie wie das Bauvertragsrecht Regelungen zu treffen, die sich sowohl auf Verträge mit Verbrauchern als auch auf großvolumige Projekte im B2B-Bereich beziehen. Die beiden Themen Aus- und Einbaukosten sowie Verbraucherschutz sind – anders als das Bauvertragsrecht – vom Koalitionsvertrag vorgegeben. Diese beiden Themen sind entscheidungsreif und müssen jetzt vom Bundestag verabschiedet werden“, so Loewenstein abschließend.