12. Dezember 2016

Baukonjunktur zieht wieder an

15-08-07_BG_Bau_neu Ausbau und Fassade - Baukonjunktur zieht wieder an
Das Arbeitsvolumen in der Baubranche ist im Oktober gestiegen. Foto: Pixelio.de

Die Auswertung der von den Unternehmen der Bauwirtschaft an Soka-Bau übermittelten Beitragsmeldungen hat ergeben, dass das effektive Arbeitsvolumen im Oktober saisonbereinigt um 1,3 Prozent gegenüber dem Vormonat gestiegen ist. Im Vormonat war das Arbeitsvolumen noch um 0,2 Prozent gesunken. Die Zahl der gewerblichen Arbeitnehmer sank dagegen leicht, und zwar um 0,3 Prozent, während die Bruttolohnsumme um 1,1 Prozent zurückging.

Damit hat das Arbeitsvolumen zum ersten Mal seit Juni wieder zugelegt. Auch die Frühindikatoren sind zuletzt wieder gestiegen. So waren die volumenmäßigen Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe im September im Plus (+ 1,6 Prozent). Auch die Baugenehmigungen im Hochbau sind im September wieder gestiegen (+ 9,6 Prozent zum Vormonat). Ob mit dem Anstieg der Indikatoren auch eine starke Konjunktur zum Jahresende verbunden ist, muss sich allerdings noch zeigen. Im Trend sind die Frühindikatoren seit dem Jahresbeginn rückläufig.


Die Voraussetzungen für eine Fortsetzung der guten Baukonjunktur sind gegeben. So sind die Zinsen für Hypothekenkredite nach Angaben der Deutschen Bundesbank im Oktober weiter gesunken, was den Wohnungsbau stützt. Die Kapazitätsauslastung im Verarbeitenden Gewerbe ist laut Umfrage des ifo Instituts erneut gestiegen und befindet sich auf dem höchsten Niveau seit dem Jahr 2008. Aus diesem Grund dürften bald Erweiterungsinvestitionen getätigt werden und sich damit die Aussichten für den Wirtschaftsbau verbessern.

Derweil hat das Bundeskabinett eine Zuweisung an den Kommunalinvestitionsförderungsfonds in Höhe von 3,5 Milliarden Euro beschlossen. Die Kommunen sollen die Mittel in den kommenden vier Jahren auch zur Sanierung von Schulen nutzen können. Der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes und der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie erwarten für dieses Jahr einen Anstieg des Umsatzes im Bauhauptgewerbe um gut 5 Prozent.