09. Januar 2017

Neubau-Zielmarke von 400.000 Wohnungen verfehlt

17-01-02_Rast Ausbau und Fassade - Neubau-Zielmarke von 400.000 Wohnungen verfehlt
Dr. Ronald Rast (Foto) ist Koordinator der Aktion „Impulse für den Wohnungsbau“, der 30 Organisationen und Verbände der Architekten und Planer, der Bau- und Immobilienwirtschaft angehören – darunter der Deutsche Mieterbund und die IG BAU. Diese fordert Bund und Länder auf, 2017 die Weichen für eine neue Wohnungsbaupolitik zu stellen.

Wohnungsdefizit steigt weiter: Deutschland wird im zu Ende gehenden Jahr die Zielmarke von 400.000 Neubauwohnungen erneut deutlich verfehlen. Die Jahresbilanz 2016 wird nach Einschätzung von Experten maximal 300.000 neu fertiggestellte Wohnungen ergeben. Das teilte die Aktion „Impulse für den Wohnungsbau“ in Berlin mit.

Der von Experten errechnete Neubaubedarf werde damit um rund ein Viertel unterschritten. Dies lasse das vorhandene Wohnungsdefizit weiter steigen. Bei einer wachsenden Nachfrage nach bezahlbaren Wohnungen in Ballungsräumen und steigenden Mieten werde es damit im neuen Jahr keine Entspannung auf dem Wohnungsmarkt geben, so der Koordinator der Aktion „Impulse für den Wohnungsbau“, Dr. Ronald Rast.

Zwar liege die aktuelle Zahl der Baugenehmigungen für Mehrfamilienhäuser über der in den Vorjahren, gleichzeitig seien die monatlichen Baugenehmigungen für Ein- und Zweifamilienhäuser seit diesem Sommer allerdings deutlich rückläufig. So lagen die Genehmigungen im Eigenheimbau von Juni bis Oktober durchschnittlich um zehn Prozent hinter denen der Vorjahresmonate. „Bund und Länder haben die Chance verpasst, dem Wohnungsbau in diesem Jahr die entscheidenden Impulse zu geben.