03. Februar 2017

Pilotprojekt Lernwerkstatt BAU-Hand-Werk auf der Bildungsmesse

17-02-03_Lernwerkstatt Ausbau und Fassade - Pilotprojekt Lernwerkstatt BAU-Hand-Werk auf der Bildungsmesse
Schülerinnen und Schüler der 8. Klasse der Gemeinschaftsschule mit Lehrer Thomas Klein, Projektleiterin Luise Lübke (von links) und Berufsschullehrer Heiko Reinhart (vorne rechts). Foto: Gemeinschaftsschule Wertheim

Die Handwerkskammer Heilbronn-Franken und die Stadt Wertheim präsentieren am 17. Februar das gemeinsame Projekt Lernwerkstatt BAU-Hand-Werk auf der Bildungsmesse Didacta in Stuttgart. Diese praktische Berufsorientierung ist im September 2016 an der Gemeinschaftsschule in Wertheim als Pilotprojekt in die Erprobungsphase gestartet.

Im Rahmenprogramm des Bildungskongresses der Kommunalen können sich interessierte Schulen über die Lernwerkstatt informieren. Luise Lübke, die das Konzept der Lernwerkstatt entwickelt hat, und Kerstin Lüchtenborg, Leiterin der Abteilung Berufsbildung der Handwerkskammer, beantworten die Fragen der Schulvertreter. „Nach den ersten positiven Erfahrungen in Wertheim soll das Projekt nun an weiteren Schulen Fuß fassen“, erklärt Lüchtenborg den Einsatz bei Europas größter Bildungsmesse.

Spannendes Berufsfeld Bau

Im Rahmen der Lernwerkstatt BAU-Hand-Werk bildet Architektur den Ausgangspunkt für eine Vielzahl handwerklicher Berufe. Das erlaubt den Schülerinnen und Schülern sowohl kreative als auch technische Arbeitsprozesse zu erkunden. Dabei arbeiten sie an drei unterschiedlichen Lernorten: dem Technikraum der Schule, den Werkstätten der gewerblichen Schule für Bautechnik und in den Betrieben, mit denen sie auch „echte“ Baustellen kennenlernen.

Das Projekt gliedert sich in vier Module:

  • Im ersten Teil beschäftigen sich die Schüler mit der kulturellen Bedeutung des Bauens in der Geschichte des Menschen.
  • Anschließend experimentieren sie mit verschiedenen Bauweisen und lernen Grundlagen wie Baupläne, Grundrisse, Bauformen oder Statik kennen. Dabei entstehen die ersten Probebauten im Format 1:1.
  • In Modul drei wird ein Bauauftrag ausgeschrieben, für den sich die Schüler bewerben – inklusive der entsprechenden Planung und Kalkulation ihres Bauvorhabens.
  • Die beste Idee wird in der Praxiswoche, dem vierten Modul, von allen Schülern gemeinsam mit den Handwerksbetrieben umgesetzt. Die dabei entstandenen Bauten werden am Ende der Woche öffentlich präsentiert.