07. März 2017

Kühle Witterung sorgt für Konjunkturdämpfer am Bau

Arbeitsvolumen und Beschäftigung sinken im Januar. Foto: Hering/Pixelio.de

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Die Auswertung der von den Unternehmen der Bauwirtschaft an Soka-Bau übermittelten Beitragsmeldungen hat ergeben, dass das effektive Arbeitsvolumen im Januar saisonbereinigt um 2,1 Prozent gegenüber dem Vormonat gesunken ist. Im Dezember 2016 war das Arbeitsvolumen noch deutlich gestiegen (+ 3,4 Prozent). Die Zahl der gewerblichen Arbeitnehmer ging ebenfalls zurück (- 3,5 Prozent).

Für die schwächere Baukonjunktur dürfte die Witterung verantwortlich gewesen sein. So lagen die Temperaturen im Januar deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt. Die Frühindikatoren deuten auch eine Fortsetzung der günstigen Konjunktur an. So sind die volumenmäßigen Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe im Dezember wieder gestiegen (+ 0,5 Prozent), insbesondere im Wirtschaftsbau zogen die Aufträge an.

Auf eine Fortsetzung der guten Baukonjunktur deuten auch jüngste Stimmungsumfragen unter den Baubetrieben hin. Schließlich sind die Rahmenbedingungen nach wie vor günstig. Die Zinsen für Hypothekenkredite sind nach Angaben der Deutschen Bundesbank zu Jahresbeginn erwartungsgemäß weiter leicht gestiegen, liegen aber immer noch deutlich unter dem Vorjahresniveau. Die Industrie steigert ihre Produktion momentan kräftig; von einer zunehmenden Zahl der Betriebe geäußerte Lieferengpässe deuten darauf hin, dass die Kapazitäten bald ausgeweitet werden müssen, wovon der Wirtschaftsbau profitiert. Auch der öffentliche Bau dürfte sich in diesem Jahr aufgrund höherer Investitionen in die Infrastruktur positiv entwickeln. Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie und der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes erwarten für dieses Jahr einen Anstieg des Umsatzes im Bauhauptgewerbe um fünf Prozent.