27. März 2017

NRW: Baugewerblichen Verbände fördert Vernetzung der Betriebe

climate-2099146_1280 Ausbau und Fassade - NRW: Baugewerblichen Verbände fördert Vernetzung der Betriebe

Die Baugewerblichen Verbände (BGV) bleiben im Interesse der Innungen und der Mitgliedsunternehmen engagierter Partner in Handwerksprojekten, die vom Land NRW gefördert werden. Sie erhielten jetzt von Wirtschafts- und Handwerksminister Garrelt Duin die Förderbescheide für die Einrichtung von betrieblichen Innovationsclustern. Sie sollen vor allem kleinere Handwerksfirmen dabei unterstützen, sich untereinander zu vernetzen.

Die BGV konzentrieren sich dabei genau wie der Dachdecker-Verband Nordrhein und die Bildungszentrum des Baugewerbes auf die Bewältigung der Folgen des demografischen Wandels.

Insbesondere die Anpassung an die veränderten Altersstrukturen bei (potenziellen) Mitarbeitern und Kunden „beschert“ dabei den Unternehmen besondere Herausforderungen. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen sie diese Herausforderungen aktiv angehen. Oft fehlt es hierbei jedoch an den nötigen Ressourcen, um innovative, durchaus auch betriebsübergreifende Strategien zu entwickeln und umzusetzen.

Als „Impulsgeber“ stehen die Berater Günter Hobusch und Harald Siebert bei den BGV sowie Jürgen Renner und Thomas Schmitz beim Dachdecker-Verband bereit. Ihre wichtigsten Themenfelder sind dabei die Suche und Bindung von Nachwuchs- und Fachkräften, deren Gesunderhaltung, die geänderten Kundenanforderungen, die Vorbereitung von Betriebsübergaben oder -übernahmen und die Beschäftigung von Flüchtlingen.

Eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung und Umsetzung der notwendigen Strategien kommt der Vernetzung und dem Austausch der Unternehmen untereinander zu. Mit der zusätzlichen Ausrichtung der zu bildenden Innovationscluster auf die Schwerpunkte Information, Sensibilisierung und aufschließender Beratung sind diese außerdem besonders dafür geeignet, die Querschnittsaufgabe Digitalisierung an die Bau- und Ausbaufirmen heranzutragen und zusammen weiterzuentwickeln. Zu denken ist im Bausektor etwa an digitale Helfer zwischen Baustelle und Büro oder das aktuelle Thema Building Information Management (BIM).

Bezuschusst wird das IC_H-Programm aus Landesmitteln. Für die zwölf Projektpartner stellt das Wirtschaftsministerium an seinen Anteil rund 2,4 Millionen Euro zur Verfügung. Minister Duin: „Als Handwerksminister freue ich mich über die aktuell hervorragende wirtschaftliche Lage im Handwerk – doch wir müssen vorausschauend denken und handeln. Die Innovationscluster Handwerk tragen dazu bei, auch morgen noch erfolgreich zu sein. Mit der Förderung setzt die Landesregierung bereits wenige Tage nach Abschluss der Enquetekommission zur Zukunft von Handwerk und Mittelstand in NRW wichtige Handlungsempfehlungen um.“